Newsletter des DESC ... Nr. 32 / 2010 ... 09. August 2010 = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = http://www.desc-online.de/ : Redaktion Ralf Mulde: DESC@uni.de Download NL: http://www.desc-online.de/newsletter/ Partie Archiv: http://www.desc-online.de/service/archiv/download.php = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = 01.) Die Admins: Einladung zum DESC Open 2010 ! 02.) Josef Schmitz: Blitz-Fernschachturnier (BFS2010) des DESC 03.) Friedrich Irmer: Der Pharao wurde gestürzt ! 04.) Michael Koenig: Das Siebener Turnier SE192 05.) Josef Schmitz: Mannschaftspyramide 06.) Helmut Hirscheider: Open 2007, Halfinale, Rd. 3, Gruppe X 07.) Joerg Kracht: DESC Liga 2010 08.) Josef Schmitz: Gardeschweizer 09.) Josef Schmitz: Einzelspiele 10.) Irres, Wirres und Theoretisches aus der Welt < da draußen > = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = Leider nicht zu ändernder Redaktionsschluss ist Sonntag um 20:00 h. = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = 01.) Die Admins: Einladung zum DESC Open 2010 ! Das DESC Open 2010 ist ausgeschrieben, Deine Anmeldung wird nun bis spätestens zum 18. Sept. 2010, eigentlich aber morgen, erwartet. Die DESC Spieler melden sich im Turnierbüro an, natürlich und wie immer mit diesen fünf Angaben: Nachname, Vorname, e-mail Adresse, Mitgliedsnummer und dem Zusatz »Anmeldung zum DESC-Open 2010« . Turnierstart ist der 01. Oktober 2010. Nach dem 18.Sept. werden die Teilnehmer des Turniers genau auf dieser Seite aufgelistet sein: http://www.desc-online.de/turniere/open/2010/teilnehmer.php Neugierige (und wer wäre das nicht?) sehen die Ausschreibung hier: http://www.desc-online.de/turniere/open/2010/ Achja ... wo ist eigentlich Deine Anmeldung für dieses Turnier? + // + 02.) Josef Schmitz: Blitz-Fernschachturnier (BFS2010) des DESC http://www.desc-online.de/turniere/Blitz/index.php Nanu, was ist denn das? "Endlich", werden viele sagen, hat sich der DESC durchgerungen, ein Turnier für Schnellspieler zu organisieren. Andere hingegen würdigen diesem neuen Angebot keine Aufmerksamkeit. Und genau so soll es sein! Wer möchte, der kann und wer nicht, der ... naja, der eben nicht. Also, wir schreiben ein Blitzfernschach Turnier aus, damit unsere schnellen Spieler zu ihrem Recht kommen. Einrundig, vier Partien, 10 Tage für 10 Züge, keine Auswertung nach Elo, das ist es. Mehr dazu findest Du hier: http://www.desc-online.de/turniere/Blitz Dieses Turnier ist zunächst als einmalige Aktion vorgesehen. Ist aber die Resonanz entsprechend groß, ist es als ein ständiges Angebot in unserem Repertoire denkbar. Damit eine neue Turnierform nicht ohne die Beteiligten ins Leben gerufen wird, sollen alle Teilnehmer dieser "Testturniers" sich bereit erklären, zum Spielende an einer Befragung teilzunehmen (z.B. Interesse an weiteren Fernschachblitzturnieren; bevorzugte Turnierform dabei, also etwa KO, Rundenturnier; Start als Dauerangebot oder nur einmal im Jahr als Fernschachblitzmeisterschaft usw.). Anmeldungen erwartet das Turnierbüro zwischen 09.08. und dem 27.08.2010 mit der Turnierbezeichnung BFS2010 . So, nun meldet Euch an! Es geht bald los, nämlich schon am 01.09.2010 (Anmeldeschluss ist sogar schon der 27.08.2010) ! Guckst Du hier: http://www.desc-online.de/turniere/Blitz + // + 03.) Friedrich Irmer: Der Pharao wurde gestürzt ! Die Pyramide: Der Pharao wurde gestürzt! Es lebe der neue Pharao! Nach seiner Regentschaft von 3 Jahren, 1 Monat und 1 Tag, also vom 07.07.2007 bis 08.08.2010 und nach 4 Partien musste sich Ralf Priebe in der Partie P2010.012 nach nur 6 Monaten dem Herausforderer Volker Koslowski geschlagen geben: Koslowski,Volker : Priebe,Ralf, P2010.012 [C43] 1.e4 e5 2.Nf3 Nf6 3.d4 Nxe4 4.Bd3 d5 5.Nxe5 Nd7 6.Nxd7 Bxd7 7.0–0 Bd6 8.c4 c6 9.cxd5 cxd5 10.Nc3 Nxc3 11.bxc3 0–0 12.Qh5 g6 13.Qxd5 Qc7 14.Bh6 Rfe8 15.h3 Be6 16.Qg5 Qxc3 17.Rfd1 Qc7 18.Qf6 Bf8 19.Bxf8 Rxf8 20.Qf3 f5 21.Be2 Rfd8 22.d5 Bf7 23.Rac1 Qe5 24.Bc4 Rac8 25.Qa3 a6 26.Bb3 Rxc1 27.Qxc1 Kg7 28.Qd2 Rd6 29.a4 Qf6 30.a5 f4 31.Re1 g5 32.Qc2 b5 33.Qc7 Qd8 34.Qa7 Qd7 35.Qd4+ Kg8 36.Re5 Bg6 37.Rxg5 1:0 Ralf Priebe kommentierte die Partie dazu wie folgt: "Wie so oft in meinen Fernschachpartien habe ich mal wieder den zweiten Zug vor dem ersten gemacht." Er meint 36... Bg6 und h6, der dann doch nicht mehr zur Ausführung kam. Überflüssig zu erwähnen ist wohl, dass beide sofort einen fehlerfreien Turnierbericht eingereicht haben. Und so können wir uns nur von unseren Sitzen erheben und Ralf nachsprechen: "Ich gratuliere Volker und hoffe, dass er gaaaaaanz laaaaaange unser neuer Pharao sein wird." Herzlichen Glückwunsch, Volker! Leider gibt es auch einen Wermutstropfen. Um es wieder mit den großen Worten unseres ehemaligen Pharaos zu sagen: "Ich selber möchte mich gleichzeitig aus der Pyramide abmelden und ins Tal des Todes weiterziehen." ; sprich: er hat sich aus der Pyramide abgemeldet und einen Freiplatz auf Ebene 4 hinterlassen. [Aber der Ex Pharao bleibt ja in seiner Branche: „Die Mumie. Das Tal des Todes.“ http://www.imdb.de/title/tt0107618/ -rm-] Und damit begann auch das große Ebenenrücken aus der Warteliste heraus: Michael Jendrian durfte auf Ebene 4 aufsteigen und ebenfalls einen Aufstieg feierte Sergej Zielinski auf nun Ebene 5. Der Freiplatz ist gerade auf Ebene 6 gerutscht. Leider verabschiedete sich noch ein zweiter Spieler aus der Pyramide: Dieter Minte nach nur zwei Partien und knapp einem Jahr. Der Konkurrenzdruck der anderen Turnierformen im DESC ist eben einfach zu groß. Schon der Direktor in Goethes Faust I, Vers 97 [„Jetzt wird’s psychologisch, meine Herren“. Der KaLeu Lehmann / Prochnow in „Das Boot“. -rm-] warnt ja: "Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen." Von für alle Erfreulichem ist dabei nirgends die Rede. Seine letzte Partie endete mit einem Remis: Minte,Dieter (Eb.10) : Hoegerl,Felix (Eb.7), P2010.015 [E39] 1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.Qc2 0–0 5.Nf3 c5 6.dxc5 Na6 7.g3 Nxc5 8.Bg2 Nce4 9.0–0 Nxc3 10.bxc3 Be7 11.e4 d6 12.e5 dxe5 13.Nxe5 Qc7 14.Qe2 Bd6 15.Bf4 Ne8 16.c5 Qxc5 17.c4 f6 18.Nd3 Qc7 19.Bd2 Qxc4 20.Rac1 Qxa2 21.Ra1 Qc4 22.Rfc1 Qb5 23.Rxc8 Rxc8 24.Qxe6+ Kh8 25.Qxc8 Qxd3 26.Be3 f5 27.Bxa7 b5 28.Qc6 b4 29.Re1 Nf6 30.Bf1 Qd2 31.Re6 Ne4 32.Be3 Qd1 33.Qd7 Rg8 34.Re8 Nf6 35.Rxg8+ Kxg8 36.Qe6+ Kh8 37.Qc8+ Ng8 38.Kg2 Qd5+ 39.Kh3 Qf7 40.Bd3 Bf8 41.Qxf5 Qxf5+ 42.Bxf5 Nf6 43.Kg2 Nd5 44.Bd4 Nc7 45.Bd7 Bd6 46.Kf3 Kg8 47.Ke4 Kf7 48.Be3 Kf6 49.Ba4 Ne6 50.Kd5 remis Und schließlich beendete Uwe Mueller seine zweite Partie in der Pyramide. Das Resultat war schon wieder [huch! -rm-] ein fehlerfreier Turnierbericht und, eher nebensächlich: Uwe hat die Partie gewonnen und steigt von Ebene 12 auf Ebene 9. P2010.013: Mueller,Uwe (Eb.12) : Wittal,Werner (Eb.9) 1:0 Mueller,Uwe : Wittal,Werner, P2010.013 [E43] 1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nf3 b6 4.Nc3 Bb4 5.e3 Ne4 6.Qc2 Bxc3+ 7.bxc3 Bb7 8.Bd3 f5 9.0–0 0–0 10.Nd2 Qh4 11.f3 Nxd2 12.Bxd2 Nc6 13.Be1 Qh6 14.e4 f4 15.Rb1 d6 16.Bf2 Qh5 17.Rb5 e5 18.c5 Rf6 19.Bc4+ Kh8 20.cxd6 cxd6 21.Bd5 Rg6 22.Kh1 Rc8 23.Qa4 Qg5 24.Rg1 Rh6 25.h3 Rc7 26.dxe5 dxe5 27.Qa3 Re7 28.Bc4 Bc8 29.Bf1 Re8 30.c4 Bd7 31.Rb2 Rd8 32.Rd2 Be6 33.Rxd8+ Qxd8 34.c5 bxc5 35.Qxc5 Qc8 36.Kh2 Kg8 37.Rh1 Bxa2 38.Bb5 a6 39.Ba4 Qe6 40.Qa3 Nd8 41.Rd1 Nf7 42.Qb2 g5 43.Qb8+ 1:0 Aber der Mueller Uwe will sich nicht auf dem neu erreichten Platz auf Ebene 9 ausruhen. Unverdrossen macht er gleich weiter und hat Felix Hoegerl zu einer Partie ab dem 22.08.2010 um den Platz auf Ebene 7 herausgefordert. An dieser Stelle schloss Friedrich seinen Bericht mit dem Hinweis: „Und dann kommt ja noch Star Wars III ; Die Rache der Sith!“ Selbstverständlich dient auch dieser Film der schachlichen Fortbildung: http://blog.cratchit.org/2006/06/new-download-jedi-chess.html + // + 04.) Michael Koenig: Das Siebener Turnier SE192 Da legst Du im Herst 2009 (ja, damals!) richtig los. Du informierst Dich vielleicht über die Spieler in diesem Turnier, setzt einen Detektiv an, um ihre Gewohnheiten kennenzulernen, spürst ihren Eröffnungen in den Datenbanken zwischen Sundern und Sumatra nach, wälzt die Eröffnungsbücher, hältst Dich fit, ... Und dann, im August 2010 endet das Turnier mit einem viertel Punkt der Feinwertung Vorsprung. Also mit eigentlich gar keinem Vorsprung. Und den Zweiten trennt vom Dritten auch nur diese Differenz, die sozusagen „gefühlt“ gar keine ist. Aber Juergen Schmidt hat nun mal doch seine Punkte gegen (laut Tabelle) etwas stärkere Partner als Wilhelm Coché und Arndt Raessler geholt und so gratulieren wir ganz herzlich dem verdienten Sieger, den wir demnächst hoffentlich in einem genau dafür vorgesehenen Siegerturnier sehen werden! 1.) Schmidt, Juergen (2236) ...... 4,5 Pkt.: 10,25 S/B 2.) Coché, Wilhelm (2260) ........ 4,5 Pkt.: 10,00 S/B 3.) Raessler, Arndt (2170) ....... 4,5 Pkt.: 09,75 S/B 4.) Pech, Jaroslav (1994) ........ 4,0 Pkt.: 09,25 S/B 5.) Mani, Christian (1942) ....... 2,0 Pkt.: 02,75 S/B 6.) Schuster, Gerd (1944) ........ 1,5 Pkt.: 01,00 S/B 7.) v.Rosenberg, Clemens (1708) .. 0,0 Pkt.: 00,00 S/B http://www.desc-online.de/turniere/7er/turniertabelle.php?turnier=SE192 Zum engen Ergebnis des Turniers trug auch dieses Remis der beiden am Ende Erstplatzierten bei: Schmidt,Juergen : Coché,Wilhelm, SE192 [D12] 1.d4 d5 2.Nf3 Nf6 3.e3 Bf5 4.c4 c6 5.Nc3 e6 6.Bd3 Bxd3 7.Qxd3 Nbd7 8.0–0 Bb4 9.Bd2 Qb6 10.a3 Bxc3 11.Bxc3 0–0 12.Nd2 Rac8 13.Rac1 Rfd8 14.Rfd1 h6 15.h3 Nf8 16.b3 Qc7 17.a4 Ng6 18.Bb4 a5 19.Bc3 Ra8 20.Re1 Rd7 21.Qc2 Qd8 22.cxd5 cxd5 23.Bb2 Ne7 24.Ba3 Nc6 25.Red1 Rc8 26.Qd3 b6 27.Qa6 Ra8 28.Qe2 Rc8 29.Nb1 Ne4 30.f3 Nd6 31.Nc3 Qg5 32.Kh2 Qd8 33.Bxd6 Rxd6 34.Nb5 Rd7 35.Qb2 Qf8 36.Rd3 Rdd8 37.Rdc3 Nb4 38.g3 Rxc3 39.Rxc3 Rc8 40.Kg2 Qd8 41.h4 g5 42.hxg5 hxg5 43.g4 f5 44.Kg3 Kg7 45.Qc1 Rxc3 remis + // + 05.) Josef Schmitz: Mannschaftspyramide In der Runde MP78 um den Thron der Pyramide hat es nun eine Vorentscheidung gegeben: Schneider, Dietmar : Hoegerl, Felix 0:1 Damit ist „ESV Ludwigshafen“ in dieser Runde auf keinen Fall mehr von der Spitze zu verdrängen! Mal schauen, ob es in der nächsten Runde dem nächsten Herausforderer, der HELVETIA, gelingen wird. + // + 06.) Helmut Hirscheider: Open 2007, Halfinale, Rd. 3, Gruppe X Dort oben droben unter 01.) haben wir auf das jetzt kommende Open hingewiesen, an dem Du natürlich teilnehmen wirst, oder? Blicken wir jedoch auf ein Turnier dieses Typs, das noch läuft. Das Open des Jahres 2007 nähert sich jetzt anscheinend zügig (man beachte das Wortspiel) seinem Gipfel, denn das Ergebnis der Gruppe X X aus der 3.Runde liegt seit wenigen Stunden vor! Die Gruppen X, Y und Z bezeichnen immer die Schlusskurve, nämlich die 3.Runde, mithin also: Den Schritt vor dem Finale, das Halbfinale. Wer hier siegt, spielt im Finale. Und das haben in dieser Gruppe nun Kirstin Auburger, Hans Juergen Isigkeit und Michael Hoeppenstein geschafft! Herzlichen Glückwunsch! 1.) Hoeppenstein,Michael (2337) .... 5.0 Pkt. 2.) Isigkeit,Hans Juergen (2283) ... 4.0 Pkt.: 10.25 S/B 3.) Auburger,Kirstin (2226) ........ 4.0 Pkt.: 09.50 S/B - - - 4.) Lehnhoff,Heinz Georg (2288) .... 3.5 Pkt. 5.) Send,Heinz Roland (2179) ....... 2.5 Pkt. 6.) Urlau,Thomas (2145) ............ 1.0 Pkt.: 03.25 S/B 7.) Ewert,Stefan (2063) ............ 1.0 Pkt.: 01.00 S/B http://www.desc-online.de/st/open/2007/ Im Turnier O2007/Rd.3/Gr.X wurden die letzten beiden Partien durch Wertung entschieden. O2007.486: Ewert,Stefan : Send,Heinz Roland ... 0,0:1,0 O2007.495: Ewert,Stefan : Isigkeit,Hans Juergen 0,0:1,0 Herzlichen Glückwunsch, Heinz Roland und Hans Juergen! - - - Auch die Gruppe Y steht nun wohl knapp vor dem Aus ... vor dem Ende des Turniers, es laufen nur noch zwei Partien. http://www.desc-online.de/st/open/2007/ Noch weniger Partien, nämlich (richtig geraten!) eine Partie ist in der dritten Gruppe, der Gruppe Zorro, im Gange: http://www.desc-online.de/st/open/2007/ Frank Fritsche ist sicher für das Finale in Berlin qualifiziert; über die weiteren Plätze werden die Herren Sonneborn & Berger mitbestimmen. - - - Als Anreiz für die Teilnehmer dieses und kommender Turniere sollten wir hier auf die Ehrentafel der Sieger des Open hinweisen: DESC Open 1999 O1999.601: Dietrich, Udo : Hehemann, Achim ... remis Udo Dietrich und Achim Hehemann sind gemeinsame Turniersieger. - - - DESC Open 2000 Markus, Nico : Dietrich, Udo ... 0 : 1 Dietrich, Udo : Markus, Nico ... 0 : 1 Nico Markus und Udo Dietrich sind gemeinsame Turniersieger. - - - DESC Open 2001 1.) Moeller, Reinhold ....... 19,50 Pkt. 2.) Weingarz, Wilfried ...... 18,50 Pkt. 3.) Quednau, Hans Joachim ... 18,25 Pkt. - - - DESC Open 2002 1.) Fritsche, Frank .... 6,5 Pkt.: 22,25 S/B 2.) Ackermann, Peter ... 5,5 Pkt.: 19,50 S/B 3.) Hoegerl, Gerd ...... 5.0 Pkt.: 17,75 S/B - - - DESC Open 2003 1./2.) Fritsche, Frank .... 5,0 Pkt.: 18,25 S/B 1./2.) Philipp, Hans J. ... 5,0 Pkt.: 18,25 S/B 3.) Baer, Lutz ............ 4,5 Pkt.: 17,50 S/B - - - DESC Open 2004 1.) Schaefer, Uwe ......... 5,5 Pkt.: 20,25 S/B 2.) Mantovanelli, Marco ... 5,5 Pkt.: 19,00 S/B 3.) Wuest, Hans-Heiner .... 5,0 Pkt.: 16,50 S/B - - - DESC Open 2005 1.) Fritsche, Frank .... 5,0 Pkt.: 18,75 S/B 2.) Rades, Andreas ..... 5,5 Pkt.: 18,00 S/B 3.) Mislin, Roger ...... 4.5 Pkt.: 18,00 S/B 3.) Heinke, Richard .... 4.5 Pkt.: 16,00 S/B + // + 07.) Joerg Kracht: DESC Liga 2010 Vergangene Woche, am 1.August, startete offiziell der Ligabetrieb 2010. Insgesamt spielten diesmal 91 Schachfreunde mit; gespielt wird in der 1. bis 3.Liga mit je 9 Spielern und in der 4.Liga mit 7 Spielern je Gruppe. Das Startschreiben versandte ich am späten Abend des 21.Juli. Für mich überraschend erhielt ich bereits am 28.Juli, also drei Tage v o r dem Start des Turniers, die erste Ergebnismeldung: In der 1.Liga trennten sich Michael Hoeppenstein und Fred Kahl nach 29 (!) gespielten Zügen mit Remis, siehe unten. ... Das nenne ich Blitzfernschach! Ich bedanke mich für die zahlreichen Anmeldungen und wünsche allen Spielern viel Erfolg und Freude bei ihrem Kampf um den Aufstieg oder gegen den Abstieg! Hoeppenstein, Michael : Kahl, Fred, L2010/1.Liga [E61] 1.d4 Nf6 2.c4 g6 3.Nf3 Bg7 4.Nc3 d5 5.Qb3 dxc4 6.Qxc4 O-O 7.e4 a6 8.e5 b5 9.Qb3 Nfd7 10.e6 fxe6 11.Be3 Nf6 12.a4 bxa4 13.Rxa4 Nd5 14.Bc4 c6 15.Ra3 Nd7 16.Nxd5 cxd5 17.Bxd5 Nc5 18.dxc5 Qxd5 19.O-O Bd7 20.Rfa1 Bb5 21.h3 Rad8 22.Re1 Rb8 23.Qc2 Bc6 24.Qd1 Qc4 25.b3 Qb5 26.Nd4 Qxc5 27.Rxa6 Bxd4 28.Qxd4 Qxd4 29.Bxd4 Bd5 remis + // + 08.) Josef Schmitz: Gardeschweizer Die Runde 1 des GS019 ist beendet. Und hier sind die Ergebnisse: GS019.01: Hoeppenstein,Michael : Mayer,Roger ...... remis GS019.02: Behrendorf,Kurt .....: Jung,Reiner ...... remis GS019.03: Loeffelbein,Klaus ...: Pilz,Erhard ........ 1:0 GS019.04: Urlau,Thomas ........: Langhans,Heiko ..... 1:0 GS019.05: Wittal,Werner .......: Pech,Jaroslav ...... 1:0 GS019.06: Floren,Dieter .......: Neumann,Ulf ........ 1:0 GS019.07: Mueller,Uwe .........: Yeremeyeev,Andrejcek 1:0 GS019.08: Schuster,Gerd .......: Dittmer,Lutz Michael 1:0 http://www.desc-online.de/turniere/gardeschweizer/gsturnier.php?tnr=gs019 Gibt es schon einen Favoriten? Ich seh noch keinen! Mal sehen, was die zweite Runde hergibt, die schon am 11.08.2010 beginnen wird. Nach über 3 Jahren (Start war der 21.06.2007) ist auch das GS013 zu Ende gegangen. Juergen Gburek besiegte im letzten Spiel den vermeintlichen Favoriten Udo Totorat und belegte so gemeinsam mit Udo den ersten Platz. Endstand des GS013 : [Gewonnen / Remis / Verloren ... Punkte] 01.) Totorat, Udo ............ 3 / 1 / 1 .. 3.5 Pkt. 01.) Gburek, Juergen ......... 3 / 1 / 1 .. 3.5 Pkt. 03.) Hoeppenstein, Michael ... 2 / 2 / 1 .. 3.0 Pkt. 03.) Jung, Reiner ............ 1 / 4 / 0 .. 3.0 Pkt. 03.) Litz, Knut .............. 1 / 4 / 0 .. 3.0 Pkt. 03.) Koslowski, Volker ....... 1 / 4 / 0 .. 3.0 Pkt. 03.) Milde, Lars ............. 1 / 4 / 0 .. 3.0 Pkt. 03.) Schaefer, Uwe ........... 2 / 2 / 1 .. 3.0 Pkt. 03.) Urlau, Thomas ........... 3 / 0 / 2 .. 3.0 Pkt. 10.) Verbesek, Winfried ...... 1 / 3 / 1 .. 2.5 Pkt. 10.) Walther, Manfred ........ 2 / 1 / 2 .. 2.5 Pkt. 12.) Ebisch, Joachim ......... 1 / 2 / 2 .. 2.0 Pkt. 12.) Hruschka, Walter ........ 2 / 0 / 3 .. 2.0 Pkt. 14.) Grimm, Wolfgang ......... 1 / 1 / 3 .. 1.5 Pkt. 15.) Ruhl, Clemens ........... 1 / 0 / 4 .. 1.0 Pkt. http://www.desc-online.de/turniere/gardeschweizer/gsturnier.php?tnr=gs013 Ich gratuliere den Turniersiegern Udo Totorat und Juergen Gburek ganz herzlich die damit auch die Qualifikation zur Teilnahme an einem Siegerturnier erworben haben. Nach etwas mehr als 3 Jahren Spielzeit beendeten 15 von 16 Spielern dieses Turnier ordnungsgemäß. Mein Dank gilt all diesen Spielern! Ruhl,Clemens (1560): Walther,Manfred (1781), GS013, 2010 [C45] 1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.d4 exd4 4.Nxd4 Bc5 5.Be3 Bxd4 6.Bxd4 Nxd4 7.Qxd4 Qf6 8.e5 Qc6 9.Nc3 Ne7 10.Qe4 Qxe4+ 11.Nxe4 Ng6 12.0–0–0 Nxe5 13.Nc3 0–0 14.f4 Ng4 15.Re1 c6 16.h3 Nf6 17.Bd3 d5 18.Re7 Re8 19.Rhe1 Bd7 20.Na4 Rxe7 21.Rxe7 Re8 22.Re2 Rxe2 23.Bxe2 Ne4 24.g4 f5 25.g5 b5 26.Nc3 Nxc3 27.bxc3 Kf7 28.Kd2 Ke7 29.a3 Kd6 30.Ke3 Kc5 31.h4 Be8 32.Kd3 h5 33.gxh6 gxh6 34.Ke3 Bf7 35.Kd3 a6 36.Ke3 Kd6 37.Kd4 c5+ 38.Ke3 Kc6 39.Kd2 Kb6 40.Kc1 a5 41.Kb2 c4 42.Bf3 Kc5 43.Be2 d4 44.Bd1 dxc3+ 45.Kxc3 b4+ 46.axb4+ axb4+ 47.Kd2 Kd4 48.Bf3 c3+ 49.Ke2 Bc4+ 0:1 Und hier könnt Ihr Euch auch gleich für das Turnier GS023 anmelden: http://www.desc-online.de/turniere/gardeschweizer/gsturnier.php?tnr=gs023 + // + 09.) Josef Schmitz: Einzelspiele Zur Anmeldung für 2010 geht’s hier: http://www.desc-online.de/turniere/einzel/index.php Mehr Info? Eine kurze Mail an josef@desc-online.de genügt. + // + 10.) Irres, Wirres und Theoretisches aus der Welt < da draußen > Wie wir es im letzten Newsletter angedro... versprochen hatten, soll heute die Spur von Dieter Liviu Nisipeanu wieder aufgenommen werden. Im Verlauf unten finden sich deshalb einige bekannte Partien von ihm. Im Jahre 2005 glaubte chessbase noch schreiben zu können: „Man wird Dir verzeihen, wenn Du den Namen nicht kennst ...“ http://www.chessbase.com/newsprint.asp?newsid=2488 Das war immerhin, nachdem der Mann Semifinalist der WM 1999 geworden war und Europameister 2005, damals in Warschau mit einem halben Punkt vor Radjabow. 1996 machte der am 1.8.1976 geborene Rumäne zum ersten Mal die ganze Welt auf sich aufmerksam, als er Balatonberry gewann und Großmeister wurde. Reddmann (2315) : Nisipeanu (2610) Hamburg ch Int. 1998 [A45] 1.d4 Nf6 2.Bg5 e6 3.e4 c5 4.e5 h6 5.exf6 hxg5 6.fxg7 Bxg7 7.dxc5 Bxb2 8.Nd2 Qc7 9.Rb1 Qxc5 10.Ngf3 Bc3 11.Rb5 Qc7 12.Rxg5 d5 13.Bb5+ Bd7 14.Qe2 Bxb5 15.Qxb5+ Nc6 16.h3 0–0–0 17.0–0 Nd4 18.Nxd4 Bxd4 19.Nb3 Bb6 20.c4 dxc4 21.Rg4 Kb8 22.Qxc4 Qxc4 23.Rxc4 Rh5 24.Kh2 Re5 25.Rc2 Re4 26.f4 a5 27.h4 Rd5 28.Kg3 Be3 29.Nc1 Bd2 30.Nb3 Rd3+ 31.Kg4 Bxf4 32.Nc5 Rg3+ 0:1 Ein Jahr später siegte er in Bukarest und vor allem im Zonenturnier Krynica 1997. Das qualifizierte ihn für die sonderbare Knockout FIDE WM, deren Austragungsmodus dann die Wahl des Glücksspielortes Las Vegas nur konsequent erscheinen ließ. Leider war das wohl das letzte ganz große FIDE Turnier (außer der halben WM in San Jose) außerhalb von Sofia, Sibirien, Kalmükien etc. Schirow : Nisipeanu, Ch World FIDE, Las Vegas 1999 [B12] 1.e4 c6 2.d4 d5 3.e5 Bf5 4.Nc3 e6 5.g4 Bg6 6.Nge2 c5 7.h4 h6 8.f4 Be7 9.Bg2 Bxh4+ 10.Kf1 Be7 11.f5 Bh7 12.Nf4 Qd7 13.Nh5 Bf8 14.dxc5 Nc6 15.Nb5 Bxc5 16.c4 Nxe5 17.Qe2 Nxc4 18.Bxd5 Qxb5 19.Bxc4 Qb6 20.fxe6 0–0–0 21.exf7 Ne7 22.Qe6+ Kb8 23.Bf4+ Ka8 24.Qxb6 axb6 25.Be5 Rhf8 26.Ke2 Nd5 27.Rhf1 Ne3 28.Bb5 Nxf1 29.Rxf1 Bg6 30.Rf4 Bd6 31.Bxd6 Rxd6 32.Bc4 b5 33.Bb3 Bd3+ 34.Ke3 g5 35.Rf2 Bc4 36.Bxc4 bxc4 37.Ke4 Rd7 38.Rf6 Rfxf7 39.Rxh6 Rfe7+ 40.Kf5 Rd5+ 41.Kg6 Re2 0:1 Neben rumänischen Meistertiteln schlossen sich Siege in Andorra, Valle d'Aosta (zweimal), Santo Domingo (1.-3.) Deizisau und Pune zwischen 2003 und 2004 an. Schachspieler sind viel unterwegs. Aktuell befindet sich Nisipeanu in der Weltranglise (nur) auf Platz 52 mit Elo 2683, aber hier liegen die Spieler alle sehr eng beieinander, so dass schon ein, zwei erfolgreiche Turniere viel ändern können. Nisipeanu (2670) : Babula (2584), Europ.Ch (4) Warschau 2005 [B82] 1.e4 c5 2.Nf3 d6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 Nf6 5.Nc3 e6 6.f4 Nc6 7.Be3 a6 8.Qf3 Bd7 9.Bd3 Be7 10.g4 Nxd4 11.Bxd4 e5 12.fxe5 dxe5 13.Bxe5 Nxg4 14.Bg3 Qa5 15.O-O O-O 16.Nd5 Rae8 17.Kh1 Qc5 18.Rg1 Bg5 19.Rae1 f5 20.exf5 Ne3 21.Bf2 Bc6 22.c4 Qd4 23.Rxg5 Qxd3 24.Bxe3 Qxc4 25 f6 Re6 26.Rxg7+ Kh8 27.Rxh7+ 1:0 Die New York Times notierte neulich die interessante Eröffnungswahl von Nisipeanu im „Kings Tournament“, London 2010, wo er gegen Carlsen die uralte Schliemann Verteidigung aus der Kiste kramte. http://gambit.blogs.nytimes.com/2010/06/24/standings-unchanged-at-kings-tournament/#more-7387 Der Name geht nicht auf Heinrich „Troja“ Schliemann (1822 - 1890) zurück, sondern auf dessen Zeitgenossen Adolph Karl Wilhelm Schliemann, 21.Juni 1817 in Mölln bis 19.Jan.1872 in Leipzig. Carlsen,Magnus : Nisipeanu, London Kings Cup 2010 [C63] 1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 f5 4.Nc3 fxe4 5.Nxe4 d5 6.Nxe5 dxe4 7.Nxc6 Qg5 8.Qe2 Nf6 9.f4 Qxf4 10.Ne5+ c6 11.d4 Qh4+ 12.g3 Qh3 13.Bc4 Be6 14.Bg5 O-O-O 15.O-O-O Bd6 16.Rhf1 (N) Rhe8 17.Bxf6 gxf6 18.Rxf6 Bxe5 19.Rxe6 Rxe6 20.Bxe6+ Qxe6 21.dxe5 Qh6+ 22.Rd2 Rxd2 23.Qxd2 e3 24.Qe2 Qg5 25.Kd1 Kc7 26.Qd3 Qh5+ 27.Kc1 Qh6 28.Kd1 Qh5+ 29.Ke1 Qxh2 30.Qd6+ Kc8 31.Qf8+ Kc7 32.Qe7+ Kc8 remis - - - Immer wieder begegnen einem Zugumstellungen, in der Analyse, aber natürlich auch in der Eröffnung. Das führt sehr oft dazu, dass ein und dieselbe Position von den Programmen, je nach Zustandekommen, ganz verschiedenen Eröffnungen zugeordnet wird. Ein lustiges Beispiel ist: 1.d4 d5 2.Nc3 c5 3.e4 [D00 ... oder?] Das ist zweifellos die „Richter Veresov Eröffnung“ (RV), eine in Amateurkreisen inzwischen wieder beliebte Eröffnung, seitdem ja auch ihr Spiegelbild, die Tschigorin Vtdg. des Orth. Damengambits, 1.d4 d5 2.c4 Nc6 eine Renaissance erlebt(e). Überraschend nützliche Angaben finden sich zu dieser Eröffnung (wenn auch nicht unbedingt zu diesem genauen Abspiel) in http://de.wikipedia.org/wiki/Weressow-Er%C3%B6ffnung Adams, Jimmy: Richter Veresov System, Nottingham 1978 war das erste frühe Standardwerk zu diesem System, weil das wirklich erste Buch dazu, Jacobs, John: Watch Out! Veresov's Opening. Dallas 1974, noch keinen großen Widerhall fand. Spaßig ist nun, dass diese Stellung mit ihren erst drei Zügen über eine große Zahl sinnvoller Zugfolgen und Eröffnungen entstehen kann: a) 1.d4 d5 2.Nc3 c5 3.e4 dxe4 4.d5 Nf6 5.Bg5 Nbd7 6.Bb5 a6 7.Bxd7+ Bxd7 8.Bxf6 ... Tschechow (2361) : Schefer (2202), Woronesch 2010 - - - b) 1.Nc3 d5 2.d4 c5 3.e4 dxe4 4.d5 a6 5.Be3 ... Davis,T2 (1983) : Brown,An. (2085), Canberra 2009 - - - c) 1.e4 d5 2.d4 c5 3.Nc3 dxe4 4.Nxe4 Bf5 5.Ng3 Bg6 6.h4 h6 7.Nf3 Gaschimow (2758) : Karpow,Anat. (2619), Moskau Weltblitz 2009 - - - d) 1.e4 c5 2.d4 d5 3.Nc3 dxe4 4.Nxe4 Bf5 5.Ng3 Bg6 6.Nf3 Carlsson,P (2430) : Berg,Em (2540), Soller 2006 - - - e) 1.d4 d5 2.e4 c5 3.Nc3 dxe4 4.d5 Nf6 5.f3 exf3 6.Nxf3 Bg4 Jensen,NJ : Petersen,B ... Erstaunlich, was mit nur drei Zügen so alles geschehen kann. Die früheste Partie, die ich zu dieser Position finden konnte, war Bonwick : Watts,David, Oxford 1914 [D00] 1.Nc3 d5 2.d4 c5 3.e4 dxe4 4.d5 Nf6 5.Bg5 Bf5 6.Nge2 h6 7.Bxf6 gxf6 8.Ng3 e6 9.Nxf5 exf5 10.Qh5 Qc8 11.Bb5+ Kd8 12.Qxf7 1:0 Der Verlauf war hier kurz aber schmerzhaft; es gibt auch ganz bestimmt noch erheblich frühere Beispiele für die Position nach 3.e4. Die Position unter e), nach dem sechsten schwarzen Zug, kam auch schon mit vertauschten Farben in einer bekannten Partie vor: Jaffe,Charles : Marshall,Frank James, USA-ch St Louis 1904, [D08] 1.d4 d5 2.c4 e5 3.dxe5 d4 4.Nf3 Nc6 5.Bg5 f6 6.exf6 Nxf6 7.e4 Bb4+ 8.Nbd2 0–0 9.Qb3 a5 10.a3 a4 11.Qc2 Bxd2+ 12.Nxd2 Qe8 13.Bxf6 Rxf6 14.f3 Ne5 15.Bd3 c5 16.0–0 Qh5 17.Rf2 Qg5 18.Re1 Bd7 19.Kh1 Raf8 20.Nf1 Rh6 21.Qd2 Qh4 22.Kg1 b5 23.cxb5 Rb8 24.Qc2 Nxd3 25.Qxd3 Bxb5 26.g3 Bxd3 27.gxh4 Rhb6 28.Rd1 Bxf1 29.Kxf1 Rxb2 30.Rc1 Rb1 31.Re1 c4 32.Rc2 d3 33.Rd2 c3 34.Rxd3 Rxe1+ 35.Kxe1 Rb1+ 0:1 "Vergessen ist Gnade und Gefahr zugleich." Theodor Heuss Rey,Dieter : Jung,Reiner, T0214.10 [D09] 1.d4 d5 2.c4 e5 3.dxe5 d4 4.Nf3 Nc6 5.g3 Nge7 6.Bg2 Ng6 7.Bg5 Qd7 8.0–0 h6 9.Bf4 Nxf4 10.gxf4 g5 11.Nbd2 gxf4 12.Nb3 Bg7 13.Qc2 Nxe5 14.Nfxd4 0–0 15.Rfd1 Qg4 16.Nc5 Rd8 17.Kf1 Rd6 18.h3 Qh5 19.Nb5 Rg6 20.Be4 Bxh3+ 21.Ke1 Rg1+ 22.Kd2 Rd8+ 23.Bd3 Nf3+ 24.Kc1 Rxd1+ 25.Qxd1 Qxc5 26.Nc3 Bf5 0:1 "Jeden Abend sind wir um einen Tag ärmer." Arthur Schopenhauer Iwantschuk (2787) : Nisipeanu (2668), Khanty.Mansiysk 2007 [E14] 1.d4 Nf6 2.Nf3 e6 3.c4 Bb4+ 4.Nbd2 b6 5.a3 Bxd2+ 6.Qxd2 Bb7 7.e3 0–0 8.Be2 d6 9.0–0 Nbd7 10.b4 Ne4 11.Qc2 f5 12.Bb2 Rf6 13.d5 Rg6 14.Rad1 e5 15.Bd3 c6 16.Bxe4 fxe4 17.Qxe4 cxd5 18.cxd5 Nf6 19.Qc4 Rc8 20.Qb3 Qd7 21.Ne1 Ba6 22.f3 Bc4 0:1 - - - Mancher Nutzer des neuen Rybka (ich nenne sie zärtlich Rübentraut) hat sich damit auch die Aquarium Version zugelegt und sieht sich nun unerwünschten Herausforderungen gegenüber, die Analyse überhaupt zum laufen zu kriegen. Vor allem der Fernschachspieler Michael Paap hat sich nun im BdF Forum http://www.bdf-fernschachbund.de/ des Problems angenommen (danke!) und eine "Kurzanleitung" erstellt, die die "schlimmsten Fragen" zu beantworten scheint. Ich habe für mich selbst dennoch die Konsequenz gezogen, Produkte vom russischen ChessOK, wo die GUI "Aquarium" erstellt wurde, nicht (mehr) zu nutzen. Mir fehlt schlicht die Zeit und die Lust, mich stundenlang und tagelang mit einem für nicht wenig Geld gekauften Produkt auseinandersetzen zu müssen, um überhaupt seine Funktionen erschließen zu können. Ich möchte dafür auch nicht irgendwo in Foren Beiträge suchen, lesen und umsetzen müssen, so dankenswert die auch sind. Hätte ich "Aquarium" einzeln (nicht n die Engine gekoppelt) gekauft, hätte ich das Ganze sofort als mangelhafte Ware reklamiert und mein Geld zurück verlangt. Dabei wäre eine gute Gebrauchsanweisung für den großen deutschsprachigen Markt doch gar nicht so schwer zu erstellen gewesen ...? Andererseits erschließt sich damit (und das ist durchaus ernst gemeint!) ja auch eine neue Geschäftsidee: Vertrieb einer deutschen Anleitung für "Aqua Rybka". Rübentraut. - - - Es gibt da einen Spieler, dessen Name in nun wirklich abenteuerlicher Weise immer wieder anders geschrieben wird. Nur für mich schrieb (!) ich ihn Alexander Fjodorowitsch Iljin Genewski, der so ganz nebenbei auch Namensgeber einer der noch immer wichtigsten Varianten im Holländer ist: 1.d4 f5 2.c4 e6 3.Nf3 Nf6 4.g3 Be7 5.Bg2 0-0 6.0-0 d6 . Wer darüber Bücher und CDs und DVDs finden möchte, geht auf die Homepage des DESC und klickt von da aus (!) auf die bequem und ohne Suchen erreichbare Seite von Niggemann, der fast alles kann: http://www.desc-online.de/ Ganz neu ist Simon Williams: Killer Dutch, DVD, chessbase 2010. Alexander Fedorowitsch Iljin Schenewski wurde am 28.11.1894 in St.Petersburg unter dem Namen Alexander Fjodorowitsch Iljin geboren. Er starb am 3.9.1941 in Nowaja Ladoga und ging als Schachspieler, Organisator und Theoretiker in die Lexika ein. Er wählte seinen Namen in Bezug auf die Stadt Genf, weil er durch den bloßen Namen Iljin Verwechselungen mit Lenin vorbeugen wollte, der öfters unter diesem Namen auftrat. Kasparian : Iljin Schenewski, UdSSR ch, Moskau 1931 [A40] 1.d4 e6 2.g3 c5 3.Bg2 cxd4 4.Nf3 e5 5.O-O Nc6 6.c3 dxc3 7.Nxc3 Nf6 8.Bg5 Be7 9.Qd2 O-O 10.Rad1 Re8 11.Bxf6 Bxf6 12.Ne4 Be7 13.Qd5 d6 14.Nxd6 Be6 15.Qd2 Bxd6 16.Qxd6 Qa5 17.a4 Qxa4 18.Nxe5 Nxe5 19.Qxe5 Bb3 20.Qd6 Bxd1 21.Rxd1 Rxe2 22.Bxb7 Rae8 23.Kg2 Qc2 24.Rf1 Qxb2 25.Bf3 Rd2 26.Qc5 Qd4 0:1 Seinen Namen findet man in (mindestens) noch diesen Formen: + Alexander Fyodorovich Ilyin-Zhenevsky [so in vielen Datenbanken] + Alexander Fjodorowitsch Iljin-Schenewski [Wikipedia Transliterat.] + Aleksandr Fedorović Il'in-Ženevskij [Wikipedia, angeblich original] + Aleksandr Fedorović Il'in-Ženevskij [hübsch für DESC Header ...] Inzwischen wurde mir klar, dass der gute Mann den zweiten Teil seines Namens von der Stadt Genf ableitete; Geneva, auf russisch heißt die so ähnlich wie auf englisch und französisch, also mit einem weichen „Sch“ am Beginn. Somit ist es logisch, ihn < Schenewski > zu schreiben. Makogonow : Iljin Schenewski, UdSSR ch, Leningrad 1938 [A97] 1.d4 f5 2.Nf3 Nf6 3.g3 e6 4.Bg2 Be7 5.O-O O-O 6.c4 d6 7.Nc3 Qe8 8.Re1 Nc6 9.e4 fxe4 10.Nxe4 e5 11.d5 Nd8 12.Nfg5 Bf5 13.Nxf6+ Bxf6 14.Ne4 Be7 15.Bd2 Qg6 16.b4 Nf7 17.Qc1 Qh5 18.c5 Rac8 19.Be3 Bh3 20.Qa3 Bxg2 21.Kxg2 Nh8 22.Bd2 Ng6 23.h3 b6 24.Rac1 dxc5 25.bxc5 bxc5 26.Rc3 Bd6 27.Qa6 Rcd8 28.Qd3 Rd7 29.Be3 Nf4+ 30.gxf4 exf4 31.Bxf4 Rxf4 32.Nxc5 Rdf7 33.Re8+ Bf8 34.Ne4 Rf3 35.Qd2 Qxh3+ 36.Kg1 Rxc3 37.Nxc3 Rf6 38.Ne4 Rg6+ 39.Ng3 Kf7 40.Re3 Bd6 41.Rf3+ Kg8 42.Qd3 Rg5 43.Re3 Qd7 44.Qb3 h5 45.Kf1 Bxg3 46.Rxg3 Rxg3 47.fxg3 Qf7+ 48.Kg2 g5 49.Kg1 Kg7 50.Qb7 a5 remis Dem am 28.11.1894 geborenen Meister war ein nur kurzes Leben beschieden, denn er wurde beim Angriff der Deutschen am 3.9.1941 auf Leningrad mit nur knapp 47 Jahren getötet. 1912 wurde der junge, für die Bolschewisten politisch aktive Mann von der Schule verwiesen und verhaftet. Ein heute unbekannter Gönner half dem politischen Aktivisten; er durfte in Genf studieren und sollte dort vermutlich nach Lenins Vorbild agitieren. Fast nebenbei gewann er im Februar 1914 die Genfer Schachmeisterschaft. Sozusagen pünktlich zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges war er wieder in seiner Heimat. 1914 spielte er noch einen Wettkampf gegen den Meister A. Tschepurnow, 4:4 bei 5 Remisen; 1915 aber zog ihn die Armee ein. Nach Abschluss der Petersburger Kadettenschule im Mai wurde er an die Front geschickt, erlitt am 9.7. bei der Detonation einer Granate in unmittelbarer Nähe ein schweres Trauma. Er wurde fast ein Jahr behandelt, hatte die Schachregeln komplett vergessen und musste das Spiel ganz neu erlernen. 1917 befand sich Iljin Schenewski aber schon bei der Petersburger Meisterschaft, die wegen der Februarrevolution, an der der Bolschewik natürlich beteiligt war, nicht beendet wurde; der Mann hatte also alle Hände voll zu tun. Er arbeitete für die Zeitungen Soldatskaja Prawda und Krasnaja Gazeta. und schrieb über die Revolution ein Buch, das 1931 unter dem Titel < From the February revolution to the October revolution > auch ins Englische übersetzt wurde. Im Dezember 1918 war Pause mit dem Revolutionieren, denn er zog nach Moskau, mit dem auf mich etwas seltsam wirkenden Auftrag, dort das Schachleben wieder aufzubauen; man sollte meinen, dass es in dieser Zeit Wichtigeres zu tun gab. Iljin Schenewski nutzte als Teil der Sieger seine guten politischen Kontakte und ist so als einer der Männer zu finden, die das Schach im Zentrum der Macht in Russland verankerten, wo es ja, ziemlich absurd, bis in die wichtigsten Zirkel des KGB etc., bis zum Ende der UdSSR ... bis Karpow ... verblieb. Auch die Politbonzen hatten anscheinend keine wichtigeren Aufgaben als das; so wie wir auch. Aber schon 1920 initiierte Iljin Schenewski die Allrussischen Schacholympiade (Aljechin siegte) und 1933 arrangierte er das Match zwischen Botwinnik und Flohr. Er gilt damit in der Nachfolge Tschigorins, aber noch vor Botwinnik et.al. als einer der Gründerväter des sowjetischen Schachs. Dazu passend war auf div. Posten seit 1920 in den bedeutenden Zeitungen K'nowoj armii und Schachmatny Listok, die später Schachmaty w SSSR hieß, „in Sachen Schach“ leitend aktiv. 1925 qualifizierte sich Iljin-Schenewski als 1.-4. der Leningrader Meisterschaft für das UdSSR Championat, wo er geteilter 6.-8. wurde. Im selben Jahr durfte er am Internationalen Meisterturnier zu Moskau teilnehmen und lief dort auf dem geteilten 9.-10. Platz ein. Natürlich ging seine Gewinnpartie gegen Ex-Weltmeister José Raúl Capablanca mit dem berühmten Damenopfer um die Welt. Capablanca : Iljin Schenewski, Moskau Intern. Meister 1925 [B25] 1.e4 c5 2.Nc3 Nc6 3.g3 g6 4.Bg2 Bg7 5.Nge2 d6 6.d3 Nf6 7.0–0 0–0 8.h3 a6 9.Be3 Bd7 10.Qd2 Re8 11.Nd1 Rc8 12.c3 Qa5 13.g4 Red8 14.f4 Be8 15.g5 Nd7 16.f5 b5 17.Nf4 b4 18.f6 Bf8 19.Nf2 bxc3 20.bxc3 e6 21.h4 Rb8 22.h5 Rb6 23.hxg6 hxg6 24.Nd1 Nde5 25.Qf2 Ng4 26.Qh4 Nce5 27.d4 Nxe3 28.Nxe3 Qxc3 29.dxe5 Qxe3+ 30.Kh1 dxe5 31.Rf3 exf4 32.Rxe3 fxe3 33.Qe1 Rb2 34.Qxe3 Rdd2 35.Bf3 c4 36.a3 Bd6 37.Qa7 c3 0:1 Es macht viel Freude, diese Partie zu analysieren. Seltsam genug ist, dass „der Computer“ sich gelegentlich schwer tut, Opferwendungen zu „sehen“, die mit dem weißen Ziel zusammenhängen, einen Turm auf die h-Linie zu stellen und mattzusetzen, koste es, was es wolle. Natürlich verpasste „Capa“ zwischendrin den Gewinn, was er später mit einem kräftigen „Ich spielte wie ein Wahnsinniger“ bekräftigte. Capablanca schien Damenopfer (die ihm ja auch im realen Leben oft zum Opfer fielen) geradezu magisch anzuziehen; obwohl er doch sehr weniger Turnierpartien gespielt hat, finden wir allein schon in Capablanca vs Iljin-Genewski, 1925 + Capablanca vs Verlinski, 1925 + Sultan Khan vs Capablanca, 1930 + Lilienthal vs Capablanca, 1935 eine solche Aufsehen erregenden Wendung. Kommentare siehe unter: http://www.chessgames.com/perl/chessgame?gid=1100030 Iljin Schenewski : Rauser, UdSSR ch 1931 [C13] 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Nc3 Nf6 4.Bg5 dxe4 5.Nxe4 Be7 6.Bxf6 Bxf6 7.Nf3 Nd7 8.c3 0–0 9.Bd3 e5 10.0–0 exd4 11.cxd4 c6 12.Qc2 g6 13.Rad1 Nb6 14.Ne5 Re8 15.Bc4 Nxc4 16.Qxc4 Be6 17.Qb4 Bd5 18.Nxf6+ Qxf6 19.f3 Re7 20.Rde1 Rae8 21.Ng4 Qg5 22.Re5 Rxe5 23.dxe5 Kg7 24.h3 Qh4 25.a3 a5 26.Qd2 Bc4 27.Rc1 Rd8 28.Qf4 Bd3 29.g3 1:0 1926 und 1928 wurde er nochmals Meister von Leningrad und gewann zwischendurch 1927 die Meisterschaft der Gewerkschaften. Das Buch „Das internationale Turnier in Moskau. Tagebuch eines Teilnehmers“, Moskau 1926, stammt aus dieser Zeit von ihm, auch eins über den Wettkampf Aljechin v Capablanca und die „Notizen eines sowjetischen Meisters“, Leningrad 1929. Der Mann hatte Zeit zum schreiben. In den 1930er Jahren zeigten sich die Spätfolgen der Kriegsverletzung. Iljin-Schenewski erzielte kaum noch Turniererfolge, spielte aber auch 1937 noch bei der UdSSR-Meisterschaft mit, wo ja nicht gerade jeder einfach so aufkreuzen kann. Die Talentförderung der sowjetischen Spieler wurde stark von ihm beeinflusst und der junge Botwinnik, der in einiger Hinsicht (ebenso wie sehr viel später Anatoli Karpow) seine Nachfolge antreten sollte, wurde von ihm unterstützt. Iljin Schenewski : Sergejew, UdSSR ch (sf), Moskau 1924 [C15] 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Nc3 Bb4 4.Bd3 c5 5.a3 Ba5 6.exd5 exd5 7.dxc5 Bxc3+ 8.bxc3 Qa5 9.Ne2 Nf6 10.O-O O-O 11.Be3 Nc6 12.Bd4 Nd7 13.Rb1 a6 14.Nf4 Nxd4 15.cxd4 Nf6 16.Rb6 Bg4 17.Qc1 Qa4 18.Rxf6 gxf6 19.Nxd5 Bh5 20.Nxf6+ 1:0 Während des Zweiten Weltkrieges wurde Alexander Iljin-Schenewski am 3.Sept. 1941 in Nowaja Ladoga durch eine deutsche Fliegerbombe getötet. http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/50792 http://www.chessgames.com/perl/chessplayer?pid=20026 - Ralf Mulde -
Zuletzt geändert am 08.10.2011