Newsletter des DESC ... Nr. 52 / 2009, Montag, 28. Dez. 2009
- - . - - . - - . - - . - - . - - .
01. Die Admins: Mannschaft an Bord, Leinen los! Schirmer spricht.
02. Michael Schirmer: Traditionen ... und Deine Anmeldung!
03. Friedrich Irmer: Das Letzte aus der Pyramide
04. Josef Schmitz: Mannschaftspyramide
05. Mulde: Kommen wir zum Thema
06. Admins: Neue & vorübergehend entfleuchte Mitglieder
07. Günter John: Sieger in Gruppe 4 des M2009: Ingo Papenfuß
08. Mulde: Der Eichborn. Der falsche Elo-Gigant. Nicht der Verlag.
09. Josef Schmitz: Gardeschweizer
10. Michael Schirmer: DESC - Northern Lights. Licht ins Rätsel.
11. Ralf Mulde: Remis? Das geht auch anders! Ein wildes Gambit.
12. Josef Schmitz: Einzelspiele
13. Irres, Wirres und Theoretisches aus der Welt < da draußen >
---------------------
Leider nicht zu ändernder Redaktionsschluss ist Sonntag um 20:00 h.
---------------------
01. Michael Schirmer: WAHLEN 2009
Liebe Schachfreunde, erst noch einmal an dieser Stelle ein herzliches
Dankeschön an Robert und Gerd für die souveräne Durchführung der
Mitgliederversammlung und des Wahlvorganges!
Inzwischen hat sich das Adminteam konstituiert und die Aufgaben wie
folgt verteilt:
Finanzen: ................ Josef Schmitz
Service: ................. Ralf Rennert
Öffentlichkeitsarbeit: ... Ralf Mulde
Homepage: ................ Stefan Warnest
Mitgliederverwaltung: .... Michael Höppenstein
Spielbetrieb: ............ Jörg Kracht
Sprecher: ................ Michael Schirmer
Auch wegen der Weihnachts-/Urlaubszeit wird es noch ein wenig
dauern, bis die einzelnen Ressorts übergeben worden sind, was aber
die Admins nicht daran hindern wird, den DESC schon jetzt ins
Verderben zu stürzen ... äh ... wollte sagen, sich in die Arbeit zu
stürzen ;-))
Ein Dankeschön an dieser Stelle auch an die bisherigen Amtsinhaber
Matthias Kluwe, Thomas Urlau und Frank Wagner für die Arbeit,
die sie für den DESC geleistet haben! Dabei haben Matthias und Frank
sogar über mehrere Jahre hinweg die Arbeit im Adminteam mitgestaltet.
Und Thomas bleibt uns ja zum Glück als Turnierleiter weiter erhalten.
Viele Grüße! Michael Schirmer, Sprecher des DESC-Adminteams
02. Michael Schirmer: Traditionen ... und Deine Anmeldung!
Liebe Schachfreunde,
die traditionsreiche DESC-Meisterschaft startet wie immer traditionell
am 15. Januar des Jahres!
Anmeldungen sind nur noch bis zum 05.01. beim Traditionsbüro ...
äh ... Turnierbüro möglich. [ turnierbuero@desc-online.de ]
Weil sich viele Spieler traditionell erst in letzter Minute zu
ausgeschriebenen Turnieren anmelden [und viele Turnierleiter die
entspr. Artikel erst in letzter Minute erstellen ... -rm-], möchte ich
diesmal darum bitten, dem traditionsbewussten Turnierdirektor die
Organisationsarbeit zu erleichtern und völlig untraditionell möglichst
sofort die Meldung abzugeben ;-)
[Mitspielen vermutlich nur in TraditionsTracht möglich? -rm-]
03. Friedrich Irmer: Das Letzte aus der Pyramide
Alle Leser, die jetzt erleichtert aufatmen, muss ich leider enttäuschen:
Es fehlt der Nachsatz < für dieses Jahr >.
Lange Zeit sah es so aus, als müsste ich diese Ausgabe ausschließlich
mit der Würdigung der Personen, die am 28.12 geboren wurden und
damit natürlich mit dem größten Irrtum des letzten Jahrhunderts (aus
meiner Sicht) bestreiten. [... dem Königsgambit? -rm-]
Es handelte sich dabei um ein kleines Programm, von dem der Urheber
sagte:
< ... (nur ein Hobby, wird nicht groß und professionell sein wie GNU)
für 386 (486)AT-kompatible Rechner. ... Es ist NICHT portierbar (es
benutzt das 386er-Taskswitching etc.) und wird vermutlich nie etwas
anderes unterstützen als AT-Festplatten, da ich nur solche besitze :-( >
[heißt ... < nicht portierbar > ...: so groß, passt durch keine Tür? -rm-]
Aber dann tat sich doch noch etwas:
Roger Mayer wollte seinen Platz auf Ebene 6 wieder verlassen.
Deshalb meldete er sich wieder zurück auf die Ewige Warteliste.
Meine Antwort darauf (nach einem kurzen Blick auf die laufenden
Herausforderungen), < so schnell wird es wohl nichts mit einer Partie
werden> , erwies sich ebenfalls als Irrtum.
[Es irrt der Mensch, so lang er strebt: Goethe / Faust ... Streber. -rm-]
Kurz darauf konnte Uwe Möller seinen Platz auf Ebene 4 in der Partie
2009.058 gegen Steffen Schubert mit einem Sieg verteidigen.
Und schon haben wir die erste Pyramidenpartie des neuen Jahres, die
am 09.01.2010 offiziell beginnen wird:
Roger Mayer (Ebene 6) gegen Uwe Möller (Ebene 4).
Und damit kommen wir nun doch zu den Personen, die am 28.12.
Geburtstag haben:
+ der Programmierer, der mit seinem < wird vermutlich nie etwas
anderes unterstützen > danebenlag, war übrigens der 1969 geborene
Linus Benedict Torvalds, der Initiator von Linux.
Eine Variante seines Betriebssystems kann man heute in kleinsten
Geräten - es soll sogar mal eine Uhr von IBM und Citizen namens
WatchPad gegeben haben - und größten Computern finden (so auf
3/4 aller Supercomputer der TOP500-Liste).
+ als Freund von Raumschiff Enterprise darf ich natürlich nicht
vergessen: Lt. Uhura alias Nichelle Nichols (*1933)
+ und schließlich für Kunstfreunde:
Nigel Kennedy (*1956), der britische Violinist, der neben Beethoven,
Vivaldi und Johann Sebastian Bach auch Peter Gabriel, Jimi Hendrix
und The Doors spielt [aber eben kein Königsgambit -rm-].
Weil ich von keinem der dreien eine Schachpartie finden konnte, muss
ich auf den alljährlich vom 28. Dezember bis 5. Januar stattfindenden
Hastings International Chess Congress zurückgreifen. Die letzte Partie
Königsgambit [hoffentlich ... -rm] dort wurde 1982 gespielt:
Hebden, Mark - Littlewood, Paul, Hastings 1982
1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Nf3 g5 4.h4 g4 5.Ne5 Nf6 6.Nxg4 Nxe4 7.d3 Ng3
8.Bxf4 Nxh1 9.Qe2+ Qe7 10.Nf6+ Kd8 11.Bxc7+ Kxc7 12.Nd5+ Kd8
13.Nxe7 Bxe7 14.Qg4 d6 15.Qf4 Rg8 16.Nc3 Be6 17.Be2 Ng3
18.Bf3 Nd7 19.O-O-O Nf5 20.Qa4 Bxh4 21.Bxb7 Rb8 22.Bc6 Bg5+
23.Kb1 Ne7 24.Qa5+ Nb6 25.Bf3 Nc8 26.Nb5 Bf6 27.d4 Rg5
28.b3 Ke7 29.Bc6 Kf8 30.Qa6 Ne7 31.Bf3 Nbc8 32.Nxa7 Nxa7
33.Qxa7 Rgb5 34.c3 d5 35.Be2 R5b7 36.Qa5 Nc8 37.Qa3+ Kg7
38.Bd3 Ra7 39.Qc1 Rba8 40.Rh1 Kf8 41.a4 Rb7 42.Qf4 Bg7
43.Rxh7 Rxb3+ 44.Kc2 Rb7 45.Rxg7 Kxg7 46.Qg5+ 1/2-1/2
Und schließlich noch:
Vielen Dank für die Weihnachtsgrüße - die ich als mundfauler Schwabe
(und aus zeitlichen Gründen) nicht alle beantwortet habe. Und obwohl
im letzten Newsletter ein etwas missglückter Weihnachtsbaum als
ASCII-Art erschien [der hatte nicht alle Nadeln an der Tanne ... -rm-],
versuche ich es nochmals:
.HAPPYNEWYEAR2010
_ HAPPYNEWYEAR20°
__.10HAPPYNEWYEA
___R2010 HAPPYNE
____WYEAR2010H
_____.APPYNEW°
______.YEAR20°
_______.10 HA
________.PPY
_________NE
_________.W
__________Y
__________E
__________A
__________R
___HAPPYNEWYEAR
Euch allen einen guten Rutsch und
ein schönes und erfolgreiches Neues 2010 !
04. Josef Schmitz: Mannschaftspyramide
Ich wünsche allen Spielerinnen und Spielern des DESC, die an der
Mannschaftspyramide teilnahmen, alles Gute für das Jahr 2010.
05. Mulde: Kommen wir zum Thema
Das alltägliche Tal der Notwendigkeiten hinderte mich einige Zeit, die
im letzten Newsletter bereits beworbenen neuen Thematurniere auch
tatsächlich auf die Homepage des DESC zu setzen Das ist inzwischen
natürlich doch geschehen. Du, ja, Du da ... Du solltest erst hier gucken:
http://www.desc-online.de/turniere/thema/themen.php
und Dich dann in ein bis dreiundzwanzig (oder so) Turniere als Spieler
eintragen. Wenn es fünf sind, fängt es los!
06. Admins: Neue & vorübergehend entfleuchte Mitglieder
Dieter Rothenhaeusler ist ausgetreten, sonst: keiner rein, keiner raus.
07. Günter John: Sieger in Gruppe 4 des M2009: Ingo Papenfuß
Die erste Runde der Gruppe 4 der DESC Meisterschaft 2009 ist nun
beendet und der Siege ist Ingo Papenfuß – herzlichen Glückwunsch!
Auch dieser Sieg gibt Dir, Ingo, einen Freifahrtschein für eins der
begehrten Siegerturniere => mitmachen!
1.) Papenfuß, Ingo ....... 6,0 Pkt.
2.) Leisebein, Peter ..... 5,5 Pkt.
3.) Jethan, Martin ....... 5,0 Pkt. .. 16,50 S/B
4.) Bischof, Günter ...... 5,0 Pkt. .. 15,25 S/B
5.) Zschoch, Eberhard .... 4,5 Pkt. .. 15,00 S/B
6.) Verbesek, Winfried ... 4,5 Pkt. .. 14,00 S/B
7.) Hirscheider, Helmut .. 3,5 Pkt.
8.) Schröder, Gerhard .... 1,5 Pkt.
9.) Kluwe, Matthias ...... 0,5 Pkt.
08. Mulde: Der Eichborn. Der falsche Elo-Gigant. Nicht der Verlag.
Ich folgte einem Artikel von Edward Winter über den Schachspieler
Louis Eichborn, http://www.chesshistory.com/winter/winter01.html
von dem ich bisher noch nie etwas gehört hatte und vermutete, dass
das ein oder zwei der Leser des Newsletters ähnlich gehen könnte.
Der Leser Wijnand Engelkes wies Winter auf die große Zahl der uns
überlieferten Partien hin, die eben dieser Louis Eichborn (1812-1882)
gegen Adolf Anderssen gewonnen habe und fragte Winter, ob zum
Vergleich auch Ergebnisse von Eichborn gegen andere Spieler bekannt
seien.
Winter verwies auf ein paar Stellen in seinen früheren Darlegungen
und versetzte, dass das Eichborn / Anderssen Thema immer mal
wieder aufkomme [hier jetzt ja auch ...].
Wer nur ein wenig zu stöbern beginnt, muss auf Jim Loy's Beitrag,
eines Bewunderers von Eichborn stoßen, der (jetzt wird es seltsam)
zwischen 1851 und 1859 (mindestens) 33 Partien mit dem großen
Anderssen gespielt hatte, von denen Eichborn sage und schreibe 31
gewonnen hat!! Zwei wurden nicht beendet, Eichborn blieb also gegen
einen der besten der Spieler der Welt ohne eine einzige Niederlage,
nicht einmal ein einziges Remis musste er abgegeben!
Loy vermutet zunächst mal richtig, dass die Partien wohl nur nebenbei
gespielt wurden; er irrt allerdings schon zum ersten Mal, wenn er sagt,
dass von Eichborn (1812 – 1882) keine anderen als die Anderssen
Partien bekannt seien, wie wir unten sehen werden. Dass es andere gibt,
geht auch schon aus einem Beitrag in chessgames.com hervor, http://www.chessgames.com/player/louis_eichborn.html , in dem 15
andere Partien erwähnt werden, die in der Deutschen Schachzeitung
publiziert worden seien.
Der Leser denkt sich nun ebenso wie Loy, dass ein solches Ergebnis
(das sich in einem Buch von Gottschall findet: Adolf Anderssen ...
1912) doch zumindest bemerkenswert sei. Das dachten andere auch
schon ... und lagen ebenso falsch wie Loy, insbesondere Jeff Sonas.
Eichborn-Anderssen, Breslau 1852 [C54]
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bc4 Bc5 4.c3 Nf6 5.d4 exd4 6.e5 d5 7.Bb5 Ne4
8.cxd4 Bb6 9.Bxc6 bxc6 10.0-0 0-0 11.Nc3 f5 12.Kh1 Ba6 13.Ne2 g5
14.a4 g4 15.Nfg1 Qh4 16.a5 (16.g3 +-) 16. ... Nxf2+ 17.Rxf2 Qxf2
18.axb6 axb6 19.Bh6 Bxe2 20.Rxa8 Rxa8 21.Qc1 Qh4 22.Qxc6 Qd8
23.Qe6+ Kh8 24.Qf7 1-0
Mein erstes Misstrauen erregte schon Loy's Bemerkung, dass alle diese
Partien in Eichborns Nachlass gefunden wurden, der als Professor
Anderssens Kollege [fellow professor] in Breslau gewesen sei. Es liegt
ja nahe, dass es Niederlagen oder Remisen gab, die Eichborn eben nur
schlicht in den Ofen geschmissen hatte. Papier brennt gut, Verlustpartien
besonders. Und in der Tat ... ein Artikel in Wikipedia bestätigt diese
Vermutung. http://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Eichborn
Wir finden zunächst, dass Kommerzienrat Eichborn (anders als bei
Loy) kein ' fellow professor ', sondern ein vermögender Privatbankier
in Breslau war, und dass schon Gottschall die Partien mit Anderssen
(nur) mit dem Etikett ' flott gespielte Unterhaltungspartien ' belegte.
Der im Newsletter schon öfters beäugte Jeff Sonas (Chessmetrics),
war es, der Louis Eichborn mit seinen sog. ' historischen Elo-Zahlen ',
zum stärksten Spieler gemacht hatte, der jemals in der Welt einen
Springer bewegt hatte, mit einer märchenhaften Elo von über 3000 ...
Sonas hatte dafür ausschließlich das Traumergebnis gegen Anderssen
herangezogen.
Nachdem nun aber im Internet auf mehreren Seiten auf diesen (nicht
allzu komplizierten) Zusammenhang hingewiesen wurde, hat Sonas
den Kommerzienrat Eichborn nun ganz aus seiner Liste gestrichen.
[ http://db.chessmetrics.com ] Eben noch der stärkste jemals lebende
Spieler, jetzt mit einem Federstrich ... weg. Man darf annehmen, dass
Sonas sein grandioses Verfahren auch zugunsten des heute komplett
unbekannten Gustav Neumann (1838 – 1881) anwandte, für den ein
Rating von phantastisch anmutenden 2742 ausgewiesen wird.
Eichborn, Louis – Nosa, Ort ?, 22.Nov.1860, Owen Vtdg. [B00]
1.e4 b6 2.d4 Bb7 3.Bd3 e6 4.Nf3 Ne7 5.c4 Ng6 6.a3 Be7 7.Nc3 O-O
8.Qc2 f6 9.g4 e5 10.Be3 c6 11.O-O-O a6 12.h4 b5 13.h5 Nf4
14.Bf1 b4 15.axb4 Bxb4 16.dxe5 fxe5 17.Nxe5 Qe7 18.c5 Qxe5
19.Qb3+ Kh8 20.Qxb4 Bc8 21.h6 Ne6 22.hxg7+ Nxg7 23.Rd6 Rf6
24.f4 Qe7 25.Rd2 a5 26.Qa3 Ba6 27.Rdh2 Bxf1 28.Rxh7+ Kg8
29.Rh8+ Kf7 30.Rxf1 Qe6
{ An dieser Stelle übernahm der Spieler Friedländer Weiß. }
31.g5 Qc4 32.Re1 Re6 33.f5 Rxe4 34.g6+ Kf6 35.Bg5+ Kxg5
36.Rxe4 Qf1+ 37.Nd1 Nxf5 38.g7 Nxg7 39.Qg3+ Kf5 40.Qg4+ Kf6
41.Rf8 #
{ Winters Quelle: Deutsche Schachzeitung, Mai 1866, S.145-146. }
Richtig bleibt, was Thomas Binder zum Thema der historischen Elos
schreibt: < ELO-Zahlen beschreiben nur das Leistungsgefälle zweier
Spieler zueinander. Man kann sie nicht mit absoluten Größen – wie der
Zeit eines Schwimmers oder der Sprungweite eines Weitspringers –
verwechseln. Die mathematischen Verfahren führen zu einer "ELO -
Inflation", also einem allmählichen Ansteigen der ELO-Zahlen. >
[ http://www.herderschach.de/Training/Online/index-tr046.html ]
09. Josef Schmitz: Gardeschweizer
Die letzte Runde 5 des GS08 ist abgeschlossen und damit auch dieses
Turnier. Anbei die Ergebnisse und der Endstand. Der Weihnachtsmann
konnte Roger Mayer den Gesamtsieg als Weihnachtsgeschenk
überbringen, denn die letzte Partie wurde pünktlich zum Fest beendet
und das Turnier damit abgeschlossen. Ich gratuliere ganz herzlich dem
Turniersieger Roger Mayer zu seinem Erfolg, der damit auch die
Qualifikation für ein Siegerturnier erworben hat.
Und an alle: Im Gardeschweizer sind i m m e r Plätze frei. Für Dich!
Bitte meldet Euch an: Spielspaß ist garantiert! Ich wünsche allen
Mitspielerinnen und Mitspieler des Gardeschweizer ein frohes
Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2010. Und zu guter Letzt:
Die *Anmeldung* zum Turnier GS20 findet ihr hier
http://www.desc-online.de/turniere/gardeschweizer/gsturnier.php?tnr=gs020
01.) Mayer, Roger ... 4.0 Pkt.
02.) Kappes, Dieter + Schäfer, Uwe + Hellmüller, Franz ... 3.5 Pkt.
05.) Dorer, Manfred + Hobert, Markus ... 3.0 Pkt.
07.) Adamczyk,Matthias + Zielinski, Sergej ... 2.5 Pkt.
09.) Drewes, Burkhard ... 2.0 Pkt.
10.) Warnest, Stefan ... 1.0 Pkt.
11.) Pabinger, Peter ... 0.5 Pkt.
Nach fast genau vier Jahren Spielzeit beendeten 11 von 16 Spielern
dieses Turnier ordnungsgemäß. Mein Dank gilt all diesen Spielern!
Auch die Runde 4 des GS13 wurde pünktlich zum Weihnachtsfest
beendet. [Als ob Euch die Rentiere im Nacken saßen ... -rm] Zur Zeit
führt Udo Totorat mit einem Punkt Vorsprung. Entscheidend für den
Gesamtsieg wird aber die letzte Runde sein, die im neuen Jahr startet.
Das Startscheiben ist bereits raus und alle Teilnehmer konnten sich
über die Feiertage entsprechend vorbereiten! Die Runde wird am
03.01.2010 gestartet. Hier ist der Zwischenstand nach der Runde 4:
01.) Totorat, Udo 3.5 Pkt.
02.) Hoeppenstein, Michael + Jung, Reiner + Litz, Knut +
02.) Koslowski, Volker + Gburek, Juergen + Milde, Lars 2.5 Pkt.
08.) Schaefer, Uwe + Verbesek, Winfried 2.0 + Urlau, Thomas +
08.) Ebisch, Joachim 2.0 Pkt.
12.) Grimm, Wolfgang + Walther, Manfred 1.5 Pkt.
14.) Ruhl, Clemens 1.0 + Hruschka, Walter 1.0 Pkt.
16.) Haluschka, Rainer (verstorben) 0.5 Pkt.
10. Michael Schirmer: DESC - Northern Lights. Licht ins Rätsel.
Micha Schirmer fand über die Feiertage Zeit, einerseits alte Newsletter
und andererseits vieeeele alte e.mails durchzusehen. Im Ergebnis klärt
er Josef Schmitz ' Rätsel um die Entstehung des Mannschaftsnamens
der "Western Lights" auf, gleichsam als der Champollion des DESC.
Einige DESC-Spieler spielten 2004/05 in der finnischen Fernschach -
Vereinigung "Northern Lights" und erhielten eine Einladung zu deren
Mannschaftsturnier. Weil ich damals noch für die Organisation der
Mannschaftskämpfe im DESC verantwortlich war, habe ich dem Team
auch einfach gleich einen Namen gegeben ;-)
In die Sache verwickelt waren damals Helmut Hirscheider; Walter
Freytag; Fred Berger; Ralf Nagel; Friedhelm Rohde; Jan Malmstroem;
Gerhard Schröder; Michael Heilmann; Frank Möller; Ralf Rennert;
Barbara Steingräber; Ernst August Rulfs; Kurt Schwenger und eben
Michael Schirmer.
Die Bezeichnung < DESC > war für das Turnier nicht erwünscht. Die
finnischen Organisatoren baten um englische Bezeichnungen, die nichts
mit bestehenden Organisationen oder Mannschaften zu tun hatten. Also
stellte ich unter dem Namen "Western Lights" ;-) ein Team zusammen.
Inzwischen, ein halbes Jahrzehnt später, ist es mit den Nordlichtern
wohl zu Ende gegangen; im Internet sind sie nicht mehr zu finden,
während aber die Western Lights bei uns noch immer aktiv sind.
11. Ralf Mulde: Remis? Das geht auch anders! Ein wildes Gambit.
Als das schnellste Patt der Schachgeschichte wurde folgende Partie
annonciert, die mit dem sog. „Französischen Flügel Gambit“ eine
Spielweise aufweist, die durch die jüngsten Bemühungen einiger
verkaufslechzender Verlage an fehlgeleiteter Popularität gewonnen hat.
Sibilio – Mariotti, Ravenna 1982, French Defence [C00]
1.e4 e6 2.Nf3 d5 3.e5 c5 4.b4 cxb4 5.d4 Nh6 6.a3 bxa3 7.c3 Nf5
8.Nxa3 Nc6 9.Nb5 a6 10.g4 Bd7 11.Bg5 Be7 12.gxf5 axb5
13.fxe6 fxe6 14.Rxa8 Qxa8 15.Rg1 Qa3 16.Bxb5 Bxg5
17.Rxg5 Qxc3+ 18.Kf1 0-0 19.Bxc6 Bxc6 20.Kg2 Ba4 21.Qe2 Bc2
22.Ne1 Be4+ 23.f3 Rxf3 24.Nxf3 Bxf3+ 25.Qxf3 Qd2+ 26.Kh3 Qxg5
27.Qf8+ Kxf8 remis
http://www.users.globalnet.co.uk/~rjcc/corn36.htm
Ich finde ja, dass nach 1.e4 e6 2.Nf3 der Zug 2. ... g5 moralisch
geradezu erzwungen ist, aber das taucht nur bei mir im Blitzen auf.
Dieses Gambit scheint momentan jedenfalls ein echter Knüller zu
sein und immerhin findet sich auch Vallejo Pons als Gambit-Opfer.
Ein paar Quellen zu diesem ... Quatsch? ... tollen Gambit?
http://www.chesscafe.com/text/lane15.txt
http://www.kenilworthchessclub.org/kenilworthian/labels/french.html
http://www.kenilworthchessclub.org/games/java/2009/milovanovic-stoyko.htm
http://www.chessbase.com/shop/product.asp?pid=291
http://homepage.ntlworld.com/adrianskelton/
http://www.jeremysilman.com/book_reviews_js/SOS_9.html
http://www.jeremysilman.com/book_reviews_jd/Flexible_French.html
[Wer viel schreibt, muss vorher eben auch viel finden und lesen ...]
12. Josef Schmitz: Einzelspiele
Ich wünsche allen Spielerinnen und Spieler, die im DESC an einem
Einzelwettkampf teilgenommen haben, alles Gute für das Jahr 2010.
Unser lieber Hans Denecke ist kurz vor dem Jahreswechsel noch zu
einem Match von Udo Vetter herausgefordert worden. Hans nahm
natürlich an und avancierte so zum fleißigsten Einzelspieler des Jahres
2009. Zur Anmeldung für 2010 geht’s hier:
http://www.desc-online.de/turniere/einzel/index.php
Mehr Informationen? Eine kurze Mail an josef@desc-online.de genügt.
13. Irres und Wirres aus Kortschnojs Welt < da draußen >
Die folgenden Partien stammen aus verschiedenen Matches. Ließe man
Ort und Jahr ganz weg, wären sie kaum zuzuordnen, was dafür spricht,
dass beide Haudegen jung geblieben sind. Die einen Begegnungen sind
ein paar Tage vor / nach dem Fest im Weihnachts-Match in Kalmükien
gespielt worden, dieser anscheinend ja pulsierenden Metropole des
Weltschachs; die anderen wurden im, größtes Aufsehen erregenden,
politisch wichtigen Kandidaten-Finale in Belgrad im Dezember 1977
und Januar 1978, also auch zur Weihnachtszeit gespielt.
Die Jahre 1977/78 sind nicht nur schachlich interessant. In der UdSSR
war Breschnew de facto seit 1966 an der Macht, einen Kurs „zurück
zu Stalin“ verfolgend, mit allen Repressionen und aller Erstarrung, die
das mit sich bringen musste. Einer der traurigen Höhepunkte war der
„Prager Frühling“ 1968, ein anderer der Afghanistan-Krieg 1979.
Der Kalte Krieg wurde zur Eiszeit, auch wenn zugleich alle möglichen
Abrüstungsverhandlungen geführt wurden. Obwohl deutlich war, dass
der greise Breschnew und das gesamte kalkrieselnde Politbüro kaum
noch regierungsfähig waren, wurde den Menschen in Russland immer
mehr die Luft abgeschnürt; erst 1982 – 85 wurde dieses gefährliche
Altersheim von Andropow und Tschernenko, später Gorbatschow,
abgelöst.
Das war die Situation, in der das Kandidaten-Match zwischen Spassky
und Kortschnoj stattfand. Spassky war offiziell noch in Russland, aber
seine Ehe kriselte und er sollte sich bald ganz nach Frankreich absetzen,
wo er, der Charmeur, bald ein neues Glück fand. Wie man hörte, war die
Dame nicht nur schön, sondern auch begütert – endlich also hatte ein
Schachspieler auch mal Glück im Leben.
Kortschnoj hingegen war schon Dissident. Er bat 1977 als 45jähriger
in den Niederlanden um Asyl; die russische Presse und natürlich der
russische Schachverband tobten geradezu. Warum war Kortschnoj
eigentlich gegangen? Der ' Spiegel ' erklärte es gewohnt süffig :
< Als Kortschnoi 1974 gegen Karpow zum (...) Qualifikationskampf
antrat (...), fühlte er sich als "Opfer einer psychologischen Kampagne".
Schmähbriefe wünschten ihn, den Halbjuden,"ins KZ"; Morddrohungen
entnervten ihn so, daß er schließlich gar fürchtete, "mir könnte eines
Tages ein Dachziegel auf den Kopf fallen". Der Geschlagene schlug
zurück, übte -- ein Sakrileg -- herbe Kritik am heiligen Karpow, dem
er "keine Chance" gegen den wilden Bobby Fischer einräumte, und
fiel endgültig in Ungnade. (...) Im Juli ' 76 rochierte er, nach einem
Turnier in Amsterdam, in den Westen. (...)
Befreit von seelischem Druck, als hochdotierter Trainer im neuen
Schachzentrum Köln-Porz auch materiell gut abgesichert, entfaltete
der Abtrünnige seine wahre Spielstärke, gewaltigen Kampfgeist (und
so) setzte er (...) den sowjetischen WM-Aspiranten Tigran Petrossjan
außer Gefecht. Ihn, den gerissenen Armenier, hatte Kortschnoi einmal
öffentlich geohrfeigt, weil er unablässig mit den Füßen gegen den
Schachtisch stieß.
In Italien traten die Erzfeinde gruß- und sprachlos ans Brett, jeder
benutzte eine eigene Toilette, Petrossjan klagte, Kortschnoi pflege
telepathische Verbindungen zu seinen Sekundanten. Kortschnoi
zeterte, der schwerhörige Tigran mißbrauche sein Hörgerät als
Sprechfunk - Empfänger und bestand, immer in Ängsten vor dem
KGB, auf persönlichem Polizeischutz. (...)
Spasski, die letzte sowjetische Notbremse gegen den rasenden Wiktor,
ist in der UdSSR selbst als Dissident in spe verdächtig. Er lebt mit
seiner französischen Frau Marina schon geraume Zeit in der Nähe von
Grenoble, schätzt gallische Lebenslust und denkt nicht daran, in die
kalte Heimat zurückzugehen. Logisch. daß die Sowjet-Presse über den
Belgrader Giganten-Fight nur höchst einsilbig berichtet, ausführlich
hingegen über die nationalen Meisterschaften.
Aber auch Kortschnoi hegt wenig Sympathie für Spasski, den lässigen
Bonvivant. Er verübelt ihm, daß er "die Brücken nicht abgebrochen hat",
sowjetische Sekundanten und Botschaftshilfe akzeptiert und sich
gebärdet, "wie ein Kalb, das an zwei Kühen saugt". (...) Grollend
registriert das Kortschnoi-Lager auch, daß Spasskis schöne Marina
keinen Gruß mehr erwidert. >
Tja, so war das damals. Dass Formulierungen über den < den gerissenen
Armenier > auch den ' Spiegel ' als nicht gerade unvoreingenommen
dastehen lassen ... geschenkt. Das Ganze ist witzig und schwungvoll
geschrieben.
Kortschnojs Sieg in diesem Match wäre für „die Russen“ eine (kleine)
Katastrophe gewesen, denn so wäre nach Spasskys Niederlage gegen
Fischer im ersten „Krieg der Systeme“ ein zweiter, politisch brisanter
Kampf um die Weltmeisterschaft vor die Augen der Weltöffentlichkeit
getreten. Es war kein Zufall, dass dieses Match später im abgelegenen
Baguio / Manila stattfand, unter Obhut des so angenehm öffentlich
korrupten Campomanes.
In Erinnerung geblieben ist das Match in Belgrad auch wegen einiger
Mätzchen, die sich Spassky überraschenderweise leistete, indem er sich
vom Brett entfernte und die Stellung auf den Demo-Brettern bedachte;
heute erklärt er das so: < Kortschnoi hat nicht verstanden, dass ich
aufstand und vom Brett wegging, auch wenn ich am Zug war. Der
visuelle Druck war dort für mich zu groß, und ich setzte mich auf der
Bühne in eine Ecke. Von dort schaute ich auf das Demonstrationsbrett
und hatte die Stellung immer im Blick. >
Es gibt eigentlich nur einen Mann auf der Welt, der in diesem Kampf
als Schiedsrichter in Betracht kam und, richtig, es war: Lothar Schmid.
Der Loddar im Interview dazu (Quellen sind alle unten aufgeführt):
Die großen Schachduelle waren viele Jahre ein Politikum ersten Ranges.
[Lothar Schmid] Ja, und das größte Politikum war der Kampf
zwischen Kortschnoi und Karpow 1978 auf den Philippinen.
Der Dissident gegen den Linientreuen.
Auch den haben Sie geleitet. War es schwieriger als Reykjavik?
Ja, denn Kortschnoi war 1976 im Westen geblieben. Man spürte
damals, dass Feinde aufeinander trafen. Inzwischen haben sie sich ja
wieder ganz gut vertragen, aber damals war Kortschnoi ein sowjet.
Staatsfeind und Karpow der linientreue Kommunist. Karpow hatte es
in dieser Situation nicht leicht, aber er war eigentlich immer korrekt.
Man spürte die Hand Baturinskis, ein ehemaliger Staatsanwalt,
Chefankläger, der (...) den sowjetischen Schachverband leitete. Ich
kannte ihn schon aus Reykjavik. Baturinski wurde sehr unangenehm
und machte viele Schwierigkeiten. Sie kennen ja diese Geschichte:
Im Spielsaal saß in der ersten Reihe ein von den Sowjets eingesetzter
Parapsychologe, der während des Spiels die Gedanken Kortschnois
stören sollte. Außerdem hatte man vor dem Wettkampf Kortschnois
Sohn in der Sowjetunion inhaftiert. Man tat alles, um Kortschnoi zu
bekämpfen.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40693952.html
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40606691.html
http://www.koenig-plauen.de/Rubriken/Weltmeister/spassky.htm
http://www.chessbase.de/spotlight/spotlight.asp?id=2381
http://www.chessbase.de/nachrichten.asp?newsid=6259
http://www.chessvibes.com/reports/korchnoi-spassky-2-5-1-5-at-half-time/
http://www.lasker-gesellschaft.de/forum/paul-werner-wagner/der-vergiftete-bauer.html
Kortschnoij (2567) - Spassky (2548) [A28]
Weihnachts-Match, Kalmükien (5), 23.12.2009
1.c4 e5 2.Nc3 Nc6 3.Nf3 Nf6 4.a3 d5 5.cxd5 Nxd5 6.Qc2 Be7 7.e3 a6
8.Bc4 Nb6 9.Bd3 Qd7 10.b3 f5 11.e4 g5 12.exf5 g4 13.Nxe5 Nxe5
14.Be4 Nc6 15.Ne2 Bf6 16.Rb1 Qd6 17.h3 gxh3 18.Rxh3 Bd7
19.Rd3 Qf8 20.Bxc6 Bxc6 21.Re3+ Kd7 22.Bb2 Nd5 23.Qd3 Bxb2
24.Rxb2 Qxa3 25.Rc2 Rae8 26.Qd4 Kc8 0–1
Kortschnoij (2645) – Spassky (2610) [A33]
Kandidaten-Finale, Belgrad (3), 1977
1.c4 c5 2.Nf3 Nf6 3.Nc3 Nc6 4.d4 cxd4 5.Nxd4 e6 6.g3 Qb6
7.Nb3 Ne5 8.e4 Bb4 9.Qe2 0–0 10.f4 Nc6 11.Be3 Qc7 12.Bg2 d5
13.e5 Ne4 14.0–0 Bxc3 15.cxd5 exd5 16.bxc3 b6 17.Rac1 f5
18.exf6 Nxf6 19.Nd4 Re8 20.Qd3 Na5 21.Nb5 Qc6 22.Bd4 Ne4
23.Be5 Ba6 24.a4 Nc4 25.Qd4 Nxe5 26.fxe5 Bxb5 27.axb5 Qxb5
28.c4 Qc5 29.Qxc5 Nxc5 30.Bxd5+ Ne6 31.Ra1 a5 32.Bxa8 Rxa8
33.Rab1 a4 34.Rxb6 Nd4 35.Rd6 1–0
Kortschnoij (2645) – Spassky (2610), Belgrad (13), 1977 [A91]
1.c4 e6 2.Nc3 f5 3.g3 Nf6 4.Bg2 Be7 5.e3 0–0 6.Nge2 c6 7.d4 d5
8.b3 Bd7 9.Bb2 Be8 10.Nf4 Bf7 11.Nd3 Nbd7 12.Qc2 Rc8 13.c5 b6
14.b4 g5 15.Ne2 Bg6 16.h4 h6 17.hxg5 hxg5 18.Ne5 Bh7 19.f3 bxc5
20.dxc5 Nxe5 21.Bxe5 Nd7 22.Bb2 Bf6 23.Nd4 Qe7 24.f4 Rf7
25.0–0–0 a5 26.a3 axb4 27.axb4 g4 28.Bf1 Bxd4 29.Bxd4 e5
30.fxe5 Nxe5 31.Bd3 Nf3 32.Bxf5 Rxf5 33.Qxf5 Bxf5 0–1
Die folgende ist die letzte Partie des 78er Matches. Kortschnoj hatte
Spassky wieder und wieder mit seinem Franzosen düpiert, verlor aber
doch in der 12.Partie damit war zu 1.-e5 übergegangen. Jetzt kam der
Franzose wieder und damit eine Kampfansage. Spassky ging mit der
Vorstoßvariante allem aus dem Wege, wohl nicht die beste Wahl ... :
Spassky (2610) - Kortschnoij (2645), Belgrad (18), 1977 [C02]
1.d4 e6 2.e4 d5 3.e5 c5 4.c3 Nc6 5.Nf3 Bd7 6.Be2 Nge7 7.Na3 cxd4
8.cxd4 Nf5 9.Nc2 Nb4 10.Ne3 Nxe3 11.fxe3 Be7 12.a3 Nc6 13.b4 a6
14.Rb1 Na7 15.a4 Nc6 16.Bd2 a5 17.b5 Nb4 18.0–0 0–0 19.Qe1 Kh8
20.Qg3 f6 21.Rbc1 f5 22.h4 Rc8 23.h5 Rxc1 24.Rxc1 Na2 25.Ra1 Nb4
26.Qh3 Be8 27.Kf2 Qb6 28.g4 g5 29.hxg6 Bxg6 30.g5 f4 31.exf4 Nc2
32.Rd1 Be4 33.Be3 Nxe3 34.Kxe3 Qc7 35.g6 Bxg6 36.Qxe6 Ba3
37.Qxd5 Bc1+ 38.Kf2 Bxf4 39.Qc4 Qg7 40.Rg1 Qh6 41.Qc3 0–1
Ich erinnere mich an das Belgrader Match vor allem wegen der ganz
unglaublichen Art, in der Kortschnoj den Franzosen zelebrierte; das
war für mich als 15-jährigen (der damals wohl noch französisch spielte)
ein tolles Erlebnis! Kortschnoj soll übrigens gerade an einem Buch über
diese Eröffnung arbeiten: kaufe ich sofort!
Spassky (2610) - Kortschnoij (2645), Belgrad (2), 1977 [C18]
1.e4 e6 2.d4 d5 3.Nc3 Bb4 4.e5 c5 5.a3 Bxc3+ 6.bxc3 Ne7 7.Qg4 cxd4
8.Qxg7 Rg8 9.Qxh7 Qc7 10.Ne2 Nbc6 11.f4 Bd7 12.Qd3 dxc3
13.Be3 d4 14.Bf2 0–0–0 15.Nxd4 Nxd4 16.Qxd4 b6 17.Bh4 Bb5
18.Qe4 Bxf1 19.Rxf1 Rd5 20.Bxe7 Qxe7 21.Rf3 Kb8 22.Kf1 Rd2
23.Rf2 Rgd8 24.Qf3 Rxf2+ 25.Kxf2 Rd2+ 26.Kg3 Qd8 27.Qe4 Qg8+
28.Kh3 Qh8+ 29.Kg3 Qg7+ 30.Kh3 Rd8 31.g4 Rh8+ 32.Kg3 Qh6
33.Qg2 Qh4+ 34.Kf3 Rd8 35.Qg3 Qe7 36.g5 Rd2 37.Kg4 Qb7
38.Qxc3 Rg2+ 39.Kh3 Rf2 40.Kg4 Qe4 0–1
Spassky (2610) - Kortschnoij (2645), Belgrad (12), 1977 [C18]
1.e4 e6 2.d4 d5 3.Nc3 Bb4 4.e5 c5 5.a3 Bxc3+ 6.bxc3 Ne7 7.Qg4 cxd4
8.cxd4 Qc7 9.Kd1 0–0 10.Nf3 f6 11.Bd3 Nf5 12.Qh3 Nc6 13.g4 fxe5
14.dxe5 Nxe5 15.Nxe5 Qxe5 16.Rb1 Nh6 17.Re1 Qc7 18.Bxh6 gxh6
19.g5 e5 20.Qg3 h5 21.Rxe5 Bg4+ 22.Kc1 Qg7 23.Qe3 Rf3
24.Qd4 Rd8 25.Rb4 b6 26.Be4 Rxf2 27.h3 Rf1+ 28.Kb2 Bxh3
29.Bxd5+ Kh8 30.Qc3 Rff8 31.Bb3 Bf5 32.Rf4 Rc8 33.Bc4 Bg6
34.Rf6 Rfe8 35.Rd5 Rc7 36.Qd4 h4 37.Bb3 h3 38.Qh4 1–0
Spassky (2610) - Kortschnoij (2645), Belgrad (8), 1977 [C19]
1.e4 e6 2.d4 d5 3.Nc3 Bb4 4.e5 c5 5.a3 Bxc3+ 6.bxc3 Ne7 7.Nf3 Bd7
8.dxc5 Qc7 9.Bd3 Ba4 10.0–0 Nd7 11.Nd4 Nxc5 12.Bb5+ Bxb5
13.Nxb5 Qxe5 14.Re1 Ne4 15.f3 a6 16.Nd4 Nxc3 17.Qd2 Qc7
18.a4 Rc8 19.Bb2 b5 20.Bxc3 Qxc3 21.Qxc3 Rxc3 22.axb5 axb5
23.Nxb5 Rxc2 24.Nd6+ Kd7 25.Nxf7 Rb8 26.Ra7+ Ke8 27.Ne5 Rbb2
28.Ra8+ Nc8 29.Nd3 Rb6 30.h4 Kd7 31.Ra4 Kd6 32.Rg4 Rd2
33.Nf4 e5 34.Nh5 g6 35.Nf6 Rb7 36.Ne8+ Kd7 37.Rxe5 Rb1+
38.Kh2 Ne7 39.Ra4 Nc6 40.Nf6+ Kd6 41.Rg5 Rb7 42.Ra6 Rf7
43.Nxh7 Kc5 44.Rxg6 Ne5 45.Ng5 Nxg6 46.Rxg6 Ra7 47.h5 Rda2
48.f4 d4 49.h6 d3 50.Rg8 R2a6 51.h7 Rxh7+ 52.Kg3 Rd7
53.Rc8+ Kb4 54.Rb8+ Ka3 55.Ne4 d2 56.Nxd2 Rxd2 57.Rg8 Kb4
58.Kf3 Kc5 59.g3 Ra3+ 60.Ke4 Re2+ 61.Kf5 Kd6 62.g4 Ra5+
63.Kg6 Re6+ 64.Kh7 Ra7+ 65.Rg7 Rxg7+ 66.Kxg7 Re4 0–1
< Fischer: "Remis!?"
Uhlmann: "Aber es muss doch dreimal Zugwiederholung sein!"
Fischer: "Sie nehmen das Remis an, wie ich es sage, sonst spiele
ich weiter und werde Sie dann schlagen!" >
Spassky (2610) - Kortschnoij (2645), Belgrad (10), 1977 [C19]
1.e4 e6 2.d4 d5 3.Nc3 Bb4 4.e5 c5 5.a3 Bxc3+ 6.bxc3 Ne7 7.Nf3 Bd7
8.dxc5 Qc7 9.Bd3 Ba4 10.Rb1 Nd7 11.Rb4 Bc6 12.0–0 Nxc5
13.Rg4 Ng6 14.Nd4 0–0–0 15.f4 Bd7 16.Rg3 Kb8 17.Qe1 Ka8
18.h4 Nxd3 19.cxd3 h5 20.Be3 Rde8 21.a4 Rh7 22.Rg5 Ne7
23.Bf2 g6 24.Qa1 Rc8 25.Rc1 Rhh8 26.a5 Nf5 27.c4 Ne7
28.Rg3 Rhd8 29.Rf3 Qb8 30.Qa3 Nf5 31.Nxf5 gxf5 32.Bc5 Rc6
33.cxd5 exd5 34.d4 Rg8 35.Rb1 Ra6 36.Qb4 Bc6 37.Rc3 Qd8
38.g3 Qxa5 39.Qb2 Qa2 40.Qc1 Qe2 41.Re3 Qg4 42.Kh2 Ra2+
43.Rb2 Ra4 44.Rg2 Bb5 45.Ra3 Ra6 46.Rxa6 Bxa6 47.Qa3 Rc8
48.Ra2 Qd1 49.Qb2 Qf1 50.Qb3 Qc4 51.Qa3 b6 52.Qxa6 Qxa6
53.Rxa6 Kb7 54.Ra1 bxc5 55.Rb1+ Kc6 56.dxc5 Ra8 57.g4 fxg4
58.Kg3 a5 59.f5 a4 60.Kf4 a3 61.Kg5 a2 62.Ra1 Kxc5 63.Kf6 Kd4
64.Kxf7 Kxe5 65.f6 Kd4 0–1
Es war Spassky in seiner letzten Weiß-Partie endlich gelungen, gegen
Kortschnojs schrecklichen Franzosen zu punkten und anscheinend
hatte der Wahl-Schweizer das Ganze noch nicht repariert. Oder ihm
war einfach zum Frühstück, zwischen Ei und Käse, eingefallen, dass
er eben heute mal etwas anderes spielen wolle.
Spassky (2610) - Kortschnoij (2645), Belgrad (14), 1977 [C26]
1.e4 e5 2.Nc3 Nf6 3.g3 d5 4.exd5 Nxd5 5.Bg2 Nxc3 6.bxc3 Bd6
7.Nf3 0–0 8.0–0 c5 9.d3 Nc6 10.Nd2 Qd7 11.Qf3 Qc7 12.Ne4 Be7
13.Be3 c4 14.d4 Be6 15.Rfd1 Rad8 16.Qe2 Bd5 17.Rab1 exd4
18.cxd4 Rfe8 19.Nc3 Bxg2 20.Kxg2 Na5 21.Qf3 Nc6 22.Qe2 Na5
23.a4 b6 24.Qf3 Qd7 25.Rb5 Nb7 26.Bf4 Nd6 27.Bxd6 Bxd6
28.Ne4 Be7 29.c3 g6 30.g4 Rf8 31.Rdb1 a6 32.Rxb6 f5 33.gxf5 Rxf5
34.Qe2 Qxa4 35.Rb7 Re8 36.Rc7 Bd6 37.Rxc4 Rxe4 38.Rc8+ Kg7
39.Qxe4 Qa2 40.Rf1 Qf7 41.f4 Rh5 42.Re8 Qb3 43.Re6 Qb2+
44.Qe2 Qb8 45.Qe4 Qb2+ 46.Qe2 Qb8 47.Re4 Rb5 48.Rf2 Qb7
49.Qf3 Qc8 50.h3 a5 51.Re5 Bxe5 52.fxe5 Qf5 53.c4 Rb4 54.Qe3 Qc8
55.e6 Rxc4 56.Qe5+ Kh6 57.Qf4+ Kg7 58.Qf6+ Kh6 59.Qh4+ 1–0
Spassky (2548) - Kortschnoij (2567) [C49]
Weihnachts-Match, Kalmükien (6), 24.12.2009 (!!!)
1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Nc3 Nf6 4.Bb5 Bb4 5.0–0 0–0 6.d3 Bxc3
7.bxc3 d6 8.Bg5 Bd7 9.Nd2 h6 10.Bh4 g5 11.Bg3 Ne7 12.Bxd7 Qxd7
13.Nc4 Qe6 14.Ne3 Kh7 15.c4 Rg8 16.Rb1 b6 17.c3 Ng6 18.Rb2 c6
19.f3 d5 20.cxd5 cxd5 21.d4 dxe4 22.d5 Qc8 23.fxe4 Nf4 24.Qc2 Qa6
25.c4 Rac8 26.a4 Ne8 27.Rc1 Nd6 28.Be1 Rc7 29.g3 Nh3+ 30.Kh1 g4
31.Bb4 Nxc4 32.Bd6 Nxd6 33.Qxc7 Rc8 34.Qxc8 Nxc8
35.Nxg4 Nd6 0–1
Die Tartakower-Variante im Orthodoxen Damengambit war immer
eine von Spasskys bevorzugten Eröffnungen; einige meinten, weil
man hier nicht viel (auswendig) lernen müsse. In „dem“ Wettkampf
überhaupt, gegen Fischer, stand diese Eröffnung auch auf dem Brett.
Kortschnoj wird also kaum überrascht gewesen sein und ... siegte.
Kortschnoij (2645) – Spassky (2610) Belgrad (7), 1977 [D58]
1.c4 e6 2.Nc3 d5 3.d4 Be7 4.Nf3 Nf6 5.Bg5 0–0 6.e3 h6 7.Bh4 b6
8.Rc1 Bb7 9.Bxf6 Bxf6 10.cxd5 exd5 11.b4 c6 12.Be2 Nd7 13.0–0 a5
14.b5 c5 15.dxc5 Nxc5 16.Nd4 Qd6 17.Bg4 Rfd8 18.Re1 Ne6
19.Bxe6 fxe6 20.Nc6 Bxc6 21.bxc6 Bxc3 22.Rxc3 Rac8 23.Qc2 e5
24.c7 Rd7 25.Rc1 d4 26.Rc6 Qd5 27.Qb1 d3 28.Qxb6 d2
29.Rd1 Qxa2 30.h3 Qa4 31.Rxd2 Rxd2 32.Qb7 Rdd8
33.cxd8Q+ Rxd8 34.Rc7 Qa1+ 35.Kh2 e4 36.Qxe4 Qf6 37.f4 Qf8
38.Ra7 Qc5 39.Qb7 Qc3 40.Qe7 Rf8 41.e4 Qd4 42.f5 h5 43.Rxa5 Qd2
44.Qe5 Qg5 45.Ra6 Rf7 46.Rg6 Qd8 47.f6 h4 48.fxg7 1–0
Kortschnoij (2645) – Spassky (2610) Belgrad (11), 1977 [D58]
1.c4 e6 2.Nc3 d5 3.d4 Be7 4.Nf3 Nf6 5.Bg5 h6 6.Bh4 0–0 7.e3 b6
8.Rc1 Bb7 9.Bxf6 Bxf6 10.cxd5 exd5 11.b4 c6 12.Bd3 Re8
13.0–0 Nd7 14.Qb3 Nf8 15.Rfd1 Rc8 16.Bb1 Ne6 17.a4 Ba8
18.Ba2 Rc7 19.Qb1 a5 20.bxa5 bxa5 21.Qb6 Rb7 22.Qxd8 Rxd8
23.Ne1 Rb6 24.Nd3 Rdb8 25.h3 Bb7 26.Ne5 Bxe5 27.dxe5 Rb4
28.f3 Ba6 29.Rd2 Bc4 30.f4 Nc5 31.Rd4 Nd3 32.Rd1 Nb2 33.Rc1 c5
34.Rxd5 Bxd5 35.Bxd5 c4 36.Ne4 Nxa4 0–1
Kortschnoij (2567) - Spassky (2548), Kalmükien(7), 25.12.09 [E11]
1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nf3 Bb4+ 4.Nbd2 d5 5.a3 Be7 6.Qc2 b6 7.e4 dxe4
8.Nxe4 Bb7 9.Bd3 Nbd7 10.b4 a5 11.b5 c5 12.bxc6 Bxc6 13.Ned2 Rc8
14.Qb1 0–0 15.0–0 Qc7 16.Re1 Bd6 17.Bb2 Rfd8 18.Qd1 Bf4
19.Qe2 Qd6 20.Nf1 Nc5 21.Bc2 Na4 22.Bxa4 Bxa4 23.g3 Bh6
24.Ne5 g6 25.Qf3 Bg7 26.Ne3 Be8 27.Rab1 Nd7 28.Nxd7 Bxd7
29.d5 e5 30.Qe2 Rb8 31.Nd1 Rdc8 32.Bxe5 Bxe5 33.Qxe5 Qxe5
34.Rxe5 Rxc4 35.Re7 Bh3 36.Ne3 Rc3 37.a4 Kf8 38.d6 Rbc8
39.f3 Rd3 40.Re4 Be6 41.g4 Rxd6 42.Kf2 Rc5 43.Rb2 Ke7
44.Kg3 Kd7 45.h4 Kc7 46.h5 0–1
Kortschnoij (2645) – Spassky (2610) Belgrad (17), 1977 [E18]
1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nf3 b6 4.g3 Ba6 5.Qa4 Be7 6.Nc3 0–0 7.Bg2 Bb7
8.Qc2 d5 9.cxd5 exd5 10.0–0 Na6 11.Rd1 Re8 12.Ne5 c5
13.dxc5 Bxc5 14.Nd3 Qc8 15.Bg5 Ne4 16.Nxc5 Naxc5 17.Be3 Nxc3
18.Qxc3 Ne4 19.Qa3 Qe6 20.Rac1 Qe7 21.Qxe7 Rxe7 22.Rc2 f6
23.Bh3 Kf7 24.Bd2 a5 25.Be3 b5 26.Rdc1 Rae8 27.Bf1 b4 28.Bc5 Re6
29.Bd4 Ba6 30.Rc7+ Kg6 31.Ra7 R8e7 32.Rxe7 Rxe7 33.Rc2 a4
34.e3 b3 35.axb3 axb3 36.Rc6 Bxf1 37.Kxf1 Rb7 38.Ke2 h5
39.f3 Ng5 40.Rc5 Rd7 41.Rb5 Ne6 42.Rxb3 Nxd4+ 43.exd4 Rc7
44.Kd3 Rc1 45.Rb5 Rd1+ 46.Ke3 Re1+ 47.Kf4 Re2 48.h4 Kh6
49.b4 Rb2 50.Kf5 Rb3 51.f4 Kh7 52.Ke6 Kg6 53.Kxd5 Rxg3
54.Kc6 Kf7 55.Rxh5 Rg4 56.b5 Rxf4 57.b6 1–0
Kortschnoij gewann in Belgrad vorzeitig nach 18 Partien mit +7 -4 =7 .
Kortschnoij (2567) - Spassky (2548), Kalmükien (1), 18.12.09 [E21]
1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nc3 Bb4 4.Nf3 b6 5.Qb3 a5 6.Bg5 Bb7 7.e3 h6
8.Bxf6 Qxf6 9.Be2 d6 10.0–0 Bxc3 11.bxc3 Nd7 12.Qa4 Ke7
13.Rab1 Rhd8 14.Nd2 Kf8 15.Bf3 Bxf3 16.Nxf3 Qe7 17.e4 e5
18.Rfe1 Kg8 19.Qc6 Nf6 20.c5 Qd7 21.Qxd7 Nxd7 22.cxd6 cxd6
23.g3 Rac8 24.Re3 Rc7 25.dxe5 dxe5 26.Kg2 Rdc8 27.Rd1 Nf6
28.Nxe5 Rxc3 29.Rxc3 Rxc3 30.Rd8+ Kh7 31.f3 Rc2+ 32.Kh3 Rxa2
33.Nxf7 Ng8 34.Nd6 Rd2 35.e5 a4 36.Ra8 b5 37.f4 b4 38.Rxa4 b3
39.Rb4 b2 40.Rb7 Rc2 41.Nf5 Kh8 42.Ne3 Rd2 43.Nc4 Rc2
44.Nxb2 h5 45.Nd3 Nh6 46.Rb2 Rc7 47.Rb1 1–0
- Ralf Mulde -
Zuletzt geändert am 08.10.2011